Montignac Methode

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Abnehmen kann durchaus Spaß machen. Bei der Montignac Methode sind – vereinfacht dargestellt – sowohl größere Mengen Fleisch als auch Alkohol erlaubt. Erfinder und Namensgeber ist der französische Autor Michel Montignac, der selber viele Erfahrungen mit Diäten gesammelt hat. Seine Bücher mit der Montignac Methode publizierte er seit dem Jahr 1986 und nahm dabei auf verschiedene Studien aus den 1970er und 80er Jahren Bezug. Der erste Titel in deutscher Sprache war dabei „Essen gehen und dabei abnehmen“ aus dem Jahr 1995 und mittlerweile wurden die Publikationen in 26 Sprachen übersetzt und werden in 45 Ländern angeboten. Dreh- und Angelpunkt der Montignac Methode ist der Glykämische Index (GI), der bei jedem Lebensmittel unterschiedlich ausfällt. In der Ernährung kommt es nun darauf an, die richtigen Kohlenhydrate auszuwählen und damit einen geringen Blutzuckerwert zu erreichen.

Wie funktioniert die Montignac Methode?

Der Gedanke hinter der Montignac Methode entspricht dem der Glyx-Diät und enthält zudem Elemente aus dem Low-Carb-Bereich. Der Erfinder spricht in diesem Kontext von einer Methode und keiner Diät, da die Ernährung gemäß der Montignac Methode langfristig erfolgen darf. Grundsätzlich braucht dabei weder auf Eiweiß noch auf Fett oder Kohlenhydrate verzichtet zu werden. Der Glykämische Index (GI) weist aus, welcher Prozentsatz des Stärkegehalts eines Lebensmittels ins Blut gelangt, wobei der Wert für reine Glukose als Referenzwert von 100 Prozent gilt. Die Überlegung lautet nun, dass mit einem hohen GI der Blutzuckerspiegel steigt und mehr Insulin freigesetzt wird. Übermäßiges Insulin wird jedoch nach der Montignac Methode als maßgeblich für eine Gewichtszunahme angesehen, da dem Körper Nahrungsmangel signalisiert wird. Die Folge ist ein erhöhter Appetit, der bei niedrigem Insulinspiegel ausbleibt.

Als „schlechte“ Lebensmittel gemäß Montignac Methode gelten unter anderem Zucker, Mais sowie Kartoffeln, geschälter Reis, Weißmehlprodukte und Bier, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Diät selbst, gliedert sich in einer Abnehm- und eine Stabilisierungsphase, wobei in beiden sowohl Fett als auch Protein ohne Einschränkungen erlaubt sind.

Argumente für die Montignac Methode

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Ein Vorteil der Montignac Methode besteht darin, dass sich die meisten Mahlzeiten problemlos auch außerhalb der eigenen vier Wände einnehmen lassen und damit keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden müssen. Zudem entfällt das Kalorienzählen und auch der Rückgriff auf Fertigprodukte und Shakes kann unterbleiben. Gemäß Montignac braucht man keinerlei Hunger zu erleiden und auch keine Mahlzeit auszulassen und selbst Snacks für Zwischendurch dürfen in Form von Joghurt oder Obst eingenommen werden. Dadurch, dass dass sogar Wein und Schokolade ab einem Kakaoanteil von 70 Prozent konsumiert werden dürfen, ist durchaus von einem Genussfaktor zu sprechen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass mit der Montignac Methode sowohl das Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten als auch Diabetes II gesenkt wird.

Kritik an der Montignac Methode

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Zweifelsohne ist Michel Montignac einer der Ersten, der den Glykämischen Index (GI) aus dem Bereich der Diabetesforschung in die Diät übertragen hat. Viele Mediziner warnen jedoch davor, diesen isoliert zu betrachten und raten eher dazu, auf die individuelle Verarbeitung von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln zu achten. Auch in Kombination verschiedener Lebensmittel kann sich der GI verändern. Des Weiteren wird sowohl Fett als auch Protein ein großes Einfluss auf die Gewichtsentwicklung zugeschrieben, was nach Montignac Methode aber verneint wird.

Fest steht, dass die Montignac Methode nur dann funktoniert, wenn man sich intensiv mit den Lebensmitteln auseinandersetzt und exakt deren Glykämischen Index kennt.Selbst Fürsprecher unterstreichen, dass Diätwillige nicht um eine gründliche Beschäftigung mit dem Konzept herumkommen, was manch einen überfordern könnte. Zuletzt führt die Montignac Methode dazu, dass zu viel Fett und zu viel Protein aufgenommen werden.


Kategorie: Diäten | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -

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