Idealgewicht - was Sie wissen sollten

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Nahezu jeder Mensch möchte es vorweisen und doch wissen nur die Wenigsten, wo genau ihr Idealgewicht liegt. Vorgegeben wird der Wert nicht etwa von der Modeindustrie oder von den Anbietern verschiedener Diäten, sondern lässt sich anhand belastbarer medizinischer Fakten ermitteln und leicht selber ausrechnen. Vereinfacht ausgedrückt, ist das Idealgewicht das Körpergewicht, das bei der zugrundeliegenden Körpergröße die längste Lebenserwartung ergibt. Um einen genauen Wert zu erzielen, müssen die Zahlen für Männern und Frauen unterschiedlich berechnet werden. Ein eng verwandter Wert zum Idealgewicht ist das Normalgewicht, das sich an den Durchschnittswerten der Bevölkerung orientiert.

Wie lässt sich das Idealgewicht ermitteln?

Um das Idealgewicht zu ermitteln, benötigen Sie lediglich eine Waage und ein Metermaß. Mit Gewicht und Körpergröße lässt sich bereits durch die einfache Broca-Faustformel: Körpergewicht in Zentimeter minus 100 minus zehn Prozent bei Männern bzw. 15 bis 20 Prozent bei Frauen ein annähernder Wert ermitteln. Deutlicher genauer ist das Errechnen des Body Mass Index (BMI), bei dem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Zentimeter geteilt wird..

Formeln, um das Idealgewicht festzustellen

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Die gängigsten Formel, um das Idealgewicht herauszufinden, ist der Body-Mass-Index. Praktischerweise lässt sich dieser mit einem Rechner schnell und einfach ermitteln und mit den Standardwerten vergleichen. Beachten Sie jedoch, dass das Idealgewicht auch von Faktoren wie dem Alter, dem Körperbau, der Muskelmasse bzw. dem Körperfettanteil sowie dem Gesundheitszustand abhängig ist. Vor allem Kraftsportler schneiden aufgrund ihrer schweren Muskelmasse bei Berechnungen oftmals schlecht ab und überschreiten das Idealgewicht deutlich, ohne dabei zu dick zu sein.

Alternativen zum Body Mass Index

Neben dem Body Mass Index existiert auch noch der beliebte Broca-Index, mit dem das Idealgewicht festgelegt werden kann. Der französische Arzt und Anthropologe Paul Broca hat diesen bereits im 19. Jahrhundert entwickelt und kommt letztlich zu ähnlichen Werten wie der Body Mass Index. Auch hier handelt es sich lediglich um eine grobe Annäherung, was auch vom Ponderai-Index, der die gesamte Körperoberfläche einbezieht, gesagt werden kann.

Zuletzt lässt sich das Idealgewicht auch durch das Taille-Hüfte-Verhältnis oder die Ermittlung des Bauchumfangs ergänzen. Der Vorteil besteht darin, dass nicht nur Werte zum Gewicht, sondern auch zu dessen Verteilung erhoben werden.

Und mein Idealgewicht?

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Nach so vielen Formeln und Definitionen stellt sich natürlich die Frage nach dem individuellen Idealgewicht. Anders ausgedrückt: wie viel darf ich bei meiner Körpergröße wiegen und ab welchem Wert gelte ich als „zu dick“. Seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird das Normalgewicht innerhalb eines BMI-Korridors von 19,5 bis 24,9 definiert. Wer darunter liegt, hat Untergewicht, darüber beginnt das Übergewicht und ab einem Wert von 30 die Adipositas. Statistiker nehmen die Quantile, also den 25-Prozent-Wert als Indikator für Über- und Untergewicht und den Medianwert der Bevölkerung als Indikator für das Idealgewicht.

Ein Zusammenhang zwischen dem vermeintlichen Idealgewicht und der Gesundheit lässt sich nur bedingt herstellen. Zwar steht fest, dass bei starkem Übergewicht das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zunimmt, manche Studien deuten jedoch darauf hin, dass die Lebenserwartung bei Menschen mit leichtem Übergewicht am Höchsten ist. Insofern ließe sich am Ehesten formulieren, dass das Idealgewicht dann vorliegt, wenn Sie sich gesund und fit fühlen.


Kategorie: Idealgewicht | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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