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Rapsöl / Olivenöl  
 
Fett gilt als verpönt und ist als Dickmacher verschrien. Ganz ohne geht es allerdings nicht. Denn Fett ist  Energielieferant, Grundnährstoff und Lösungsmittel etwa für Vitamine. Möchte man sich gesund ernähren, sollte man daher auf die Menge achten und wie das Fett dem Körper zugeführt wird. Dabei haben sich zwei Ölsorten als besonders vorteilhaft für den menschlichen Organismen erwiesen, das Oliven- und das Rapsöl.

Olivenöl ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Für die Herstellung werden die Oliven gepresst und das Öl aus dem Fruchtfleisch gewonnen. Unterschieden wird zwischen mehreren Qualitätsstufen, angefangen beim nativem Olivenöl extra, das kalt gepresst und nur mit sehr geringer Temperatureinwirkung hergestellt wird. Der Säuregehalt in der Kategorie I liegt unter 0,8 Prozent, womit diese Art des Olivenöls sehr gut zum Verzehr geeignet ist. Das gilt auch für die Qualitätsstufe II, das native Olivenöl mit unter zwei Prozent Säure. Farbe und Geschmack hängen ganz davon ab, welche Sorten verarbeitet werden.

Generell zeichnet sich Olivenöl durch seinen angenehmen, teils auch kräftigen Eigengeschmack sowie die aus ernährungsphysiologischer Sicht ideale Zusammensetzung aus. Es besteht zwar zu 80 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren und nur zu einem sehr geringen Anteil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Dafür enthält es sehr viel Vitamin E und andere Stoffe. Sie wirken unter anderem als Antioxidantien und verhindern somit durch freie Radikale ausgelöste Oxidationsprozesse. Olivenöl wird auch nachgesagt, dass es Krebs verhindert, den Blutdruck senkt, die Gefahr von Diabetes mindert und sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirkt. Dabei gilt: Je höher die Qualität das Öls, desto besser ist es für die Gesundheit.

Beim Rapsöl kann noch nicht auf eine derart lange Geschichte zurückgeblickt werden, zumindest nicht in der Ernährung. Erst durch Neuzüchtungen, den Null- und Doppelnull-Raps, wurde das aus den Rapssamen gewonnene Öl für den Menschen überhaupt genießbar. Für die Speiseölproduktion wird zumeist auf den Winterraps zurückgegriffen, da er mit 40 Prozent im Vergleich zu anderen Pflanzen sehr viel Öl enthält. Die Samen werden zerkleinert und das Öl anschließend häufig noch raffiniert, wenngleich auch beim Raps das kaltgepresste Öl wesentlich besser ist.

Ernährungswissenschaftlich betrachtet ist Rapsöl gesünder als Olivenöl. Das liegt daran, dass es Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in einem für den Körper perfekt abgestimmten Verhältnis enthält. Kein anderes aus Pflanzen gewonnene Öl kann mit dieser Eigenschaft aufwarten. Der hohe Anteil an Alpha-Linolensäure aus wirkt sich vorteilhaft auf Herz- und Kreislauf aus. Das Vitamin E und die Karitonoiden sollen vor Krebs schützen. An Fetten sind rund 66 Prozent einfach ungesättigte Fettsäuren, 27 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren und sechs Prozent gesättigte Fettsäuren im Rapsöl enthalten. Als kleines Manko gilt der Geschmack. Stimmt die Qualität des Öls nicht, kann es durchaus modrig schmecken. Der Preis gibt leider keinen Rückschluss darauf, ob man ein gutes Öl gekauft hat. Sicher ist nur, dass kaltgepresste Rapsöl auch besser im Geschmack ist.

Beide Öle haben sich inzwischen einen festen Platz im Ernährungsplan gesundheitsbewusster Menschen erobert. Dass Olivenöl dabei häufiger zum Einsatz kommt, liegt schlichtweg daran, dass es bekannter ist und schon wesentlich länger in der Küche verwendet wird. Viele haben sich die Mittelmeerküche zum Vorbild genommen, die seit jeher fast ausschließlich auf Olivenöl zurückgreift. Forschungsergebnisse, die den gesundheitlichen Nutzen des Öls unterstreichen, haben den Trend nunmehr verstärkt. Ähnlich ergeht es derzeit dem Rapsöl. Früher wurde es in Lampen verbrannt oder schmierte Maschinen. Jetzt geht die Hälfte der Produktion an die Lebensmittelindustrie.


Weitere Links zum Rapsöl und Olivenöl:


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