Was passiert bei der Empfängnis?

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Der Begriff „Empfängnis“ entspricht dem lateinischen Wort „conceptio“ und bezeichnet den Moment, in dem die Eizelle mit dem Spermium verschmilzt. Mancherorts wird Empfängnis gleichbedeutend mit Befruchtung verwendet und wird unmittelbar von der Einnistung in der Gebärmutter gefolgt. Mit anderen Worten findet die Empfängnis im Eileiter statt, während der Vorgang der anschließenden Zellteilungen und der Einnistung bereits ein weiteres Stadium bezeichnen. Festzuhalten ist jedoch, dass bereits bei der Empfängnis die kompletten Erbinformationen des späteren Babys angelegt werden. Darüber hinaus steht in medizinischer Sicht auch schon fest, ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt.

Seit wann wird der Begriff Empfängnis in dieser Form verwendet?

Wenngleich religiöse Feste wie „Mariä Empfängnis“ (8. Dezember) darauf hindeuten, dass sich das Wort bereits seit Jahrhunderten im deutschen Wortschatz befindet, ist der exakte Vorgang der Empfängnis erst seit dem 19. Jahrhundert bekannt. In früheren Jahren wurde der Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Empfängnis noch nicht gesehen und erst der Arzt Karl Ernst von Baer entdeckte 1827 das Vorhandensein einer weiblichen Eizelle. Zuvor war man in der Medizin davon ausgegangen, dass sämtliche Erbinformationen allein in den Spermien vorhanden sind und die Frau lediglich empfängt und nichts zu den Erbanlagen eines Kindes beiträgt.

Interessanterweise lässt sich der Zeitpunkt der Empfängnis im Nachhinein nur annähernd feststellen. Aus diesem Grund wird der Beginn einer Schwangerschaft auch anhand des letzten Tages der vorherigen Periode festgelegt. Hintergrund ist die hiermit verbundene größere Sicherheit, die das bekannte Rechnen mit neun Monaten Schwangerschaft ermöglicht. Zumeist ist es jedoch so, dass die Empfängnis rund 14 Tage nach der letzten Periode stattfindet.

Was passiert bei der Empfängnis?

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Bedingung für die Empfängnis ist der Eisprung sowie naturgemäß ein ungeschützter Geschlechtsverkehr. In den Eierstöcken reift nach dem Ende der Menstruation eine Eizelle heran und wandert in den Eileiter. Sobald die Eizelle dort angekommen ist, existiert ein Zeitfenster von rund 24 Stunden innerhalb dessen die Befruchtung und Empfängnis stattfinden können. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass eine der rund 300 Millionen Spermien an ihr Ziel gelangt und sich mit der Eizelle vereinigt. Hierfür muss das Spermium den Weg durch die Vagina, den Gebärmutterhals und schließlich den Eileiter zurücklegen ohne vorher abzusterben.

Was passiert unmittelbar nach der Empfängnis?

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Unmittelbar auf die Empfängnis folgt die Einnistung der vereinigten Eizelle in der Gebärmutter. Diese ist aufgrund des vorherigen Anstiegs des Hormons Progesteron bereits darauf vorbereitet und liefert beste Bedingungen für ein Heranwachsen des Embyros. Zudem schließt die befruchtete Eizelle (Zygote) ihre äußere Membran und lässt keine weiteren Spermien mehr durch. Es folgt die Zellteilung, wobei manche der Zellen den Embryo bilden, während andere zum Mutterkuchen bzw. der Plazenta werden. Ebenfalls entstehen das Fruchwasser und die Fruchblase. Zu beachten ist dabei, dass der Embryo etwa zwei Wochen nach der Empfängnis bereits zu erkennen ist, wenngleich die Größe eher einem Nadelstich gleicht. Erste Anzeichen von Kopf und Rumpf zeigen sich dann in der fünften und sechsten Schwangerschaftswoche.

In diese Zeit fällt auch der Beginn des Herzschlags und das Herausbilden eines eigenen Kreislaufs, wenngleich der Embyro nur einige Millimeter misst.


Kategorie: Eisprung | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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