Wassermelone

Wassermelone

Groß, größer am Größsten: zumindest in ihren Ausmaßen sucht die Wassermelone (Lateinisch: Citrullus lanatus) ihresgleichen. Die Pflanze gehört zu den Kürbisgewächsen und ist entsprechend nicht nur mit der Honigmelone, sondern auch mit Kürbis, Gurke und Zucchini verwandt.


Die Wassermelone aus botanischer Perspektive

Botanisch handelt es sich bei der Wassermelone um eine einjährige Pflanze, die eher in die Breite als in die Länge wächst. Entsprechend klettern Wassermelonen über den Boden und erreichen aufgrund ihrer zahlreichen Verzweigungen  eine Ausdehnung von bis zu zehn Metern. Auch das Wurzelwerk ist umfangreich, bleibt jedoch meist nah an der Oberfläche.

Anders als bei anderen Kürbissorten fallen die Blätter der Wassermelone gefiedert aus. Die gelben, teilweise grünlichen, Blüten sind eher unauffällig und werden gerade einmal 15 Millimeter lang.

Ganz anders fallen dagegen die Früchte aus. Man spricht dabei von so genannten Panzerbeeren, die einen Durchmesser zwischen 20 und 60 Zentimeter erreichen können. Eine Wassermelone ist rund oder auch länglich und zeichnet sich durch ihre hell- oder dunkelgrüne Schale aus. Diese Schale bzw. Fruchtrinde bringt es auf eine Dicke von bis zu vier Zentimetern und schirmt damit das teils hellrosa, teils rote, grüne, orangefarbene oder auch gelbe und weiße Fruchtfleisch ab.

Wird die Wassermelone gezüchtet, so können die Früchte ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm erreichen. In den Handel gelangen jedoch vor allem Sorten, die bequem in einen Kühlschrank passen.

Hierzulande lassen sich Wassermelonen nur schwer anbauen, was vor allem an der geringen Verfügbarkeit des Saatguts liegt. Es lassen sich jedoch auch manche Samen gekaufter Melonen verwenden und sind noch nach mehreren Jahren keimfähig.

Nach der Anzucht im Gewächshaus werden die Wassermelonen an einen hellen, warmen Standort versetzt. Die Erde sollte stets feucht gehalten werden, wobei keine Staunässe entstehen darf. Nach und nach wird die Wassermelone dann an die UV-Strahlung der Sonne gewöhnt und schließlich in den Garten gesetzt. Es ist allerdings zu beachten, dass die optimale Lufttemperatur zwischen 25 und 35 Grad Celsius beträgt und unsere Breiten daher nur in besonders heißen Sommern in Frage kommen.

Inhaltsstoffe der Wassermelone

Ab jetzt gesund
Bei der Wassermelone ist der Name Programm. Knappe 96 Prozent der Gemüsefrucht bestehen aus Wasser. Entsprechend gering fällt dann auch der Kaloriengehalt aus, der lediglich 24 kcal auf 100 Gramm beträgt. Protein und Fett sind mit 0,2 Prozent so gut wie nicht vertreten und auch Kohlenhydraten liegen lediglich bei 3,3 Prozent. Nichtsdestotrotz ist die Wassermelone gesund, was am enthaltenen Vitamin A und Vitamin C sowie dem Antioxidans Lycopin liegt.

Eine Besonderheit der Wassermelone ist ihr Gehalt an Zitrulin. Diese Substanz gilt als potenzsteigernd was manche Journalisten bereits zum Vergleich mit Viagra bewogen hat.

Neben dem Fruchtfleisch sind auch die Kerne von hohem gesundheitlichen Wert, denn auch hier finden sich die wertvollen Inhaltsstoffe.

Die Wassermelone in der Küche

Frau in der Küche
Wer beim Kauf einer Wassermelone auf Nummer sicher gehen möchte, sollte unbedingt eine bereits halbierte Frucht kaufen. Nur so lässt sich der Zustand des Fruchtfleischs beurteilen, der letztlich für die Qualität ausschlaggebend ist.

Alternativ lässt sich auf die Schale klopfen. Bei einem dumpfen, klangvollen Ton ist die Wassermelone reif, während ein hohles, metallisches Geräusch auf eine unreife Frucht schließen lässt. Die Lagerung kann bis zu drei Wochen im Kühlschrank erfolgen – Zimmertemperatur ist den wertvollen Inhaltsstoffen abträglich.

Dadurch, dass die Wassermelone in wärmeren Gefilden angebaut und importiert wird, hat sie ganzjährig Saison, wird in Deutschland aber vor allem in den Sommermonaten verkauft. In erster Linie werden die Früchte roh verzehrt, eignen sich aber auch als Zutat für einen Salat.

Herkunft und Verbreitung der Wassermelone

Daran, dass die Wassermelone vor allem im zentralen Afrika als Wildform anzutreffen ist, lässt sich auch ihre Herkunft ablesen. Die ersten Ansätze für eine Kultivierung erfolgten rund 2.000 vor Christus sowohl in Ägypten als auch in Westasien. Es folgten bald Zentralasien, Indien, China und der Süden Russlands.

Interessanterweise wurde die Wassermelone lange nicht nach Europa exportiert und auch bei den alten Römern findet die Frucht keine Erwähnung. Erst den Arabern war die Einfuhr vorbehalten.

Zu den Hauptanbauländern zählten im Jahr 2010 China, die Türkei sowie die USA, der Iran, Brasilien und Spanien.

Ähnliche Sorten: Kürbis | Honigmelone | Gurke | Zucchini

Kalorien und Nährwerte Wassermelone

Hier finden Sie die Nährwerte für Wassermelone. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

0.8g
0.0g
6.0g
6.0g
0.4g
0.0g

28 kcal / 117 KJ
0.3 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 0.8%
  
 Kohlenhydrate: 6.0%
  
 Ballaststoffe: 0.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 92.8%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


Kommentare und Diskussionen

Kommentare Hier können Sie gern die Seite kommentieren, Fragen stellen oder über das Thema BMI diskutieren. Bitte halten Sie sich an die Netiquette.
comments powered by Disqus