Tomate

Tomate

Wenngleich die Tomate in der Praxis als Gemüse geführt wird, handelt es sich nach deutschem Recht um eine Frucht. Das ist nur eine der Besonderheit der wohlschmeckenden, meist roten Frucht. Die Pflanze mit dem Lateinischen Namen Solanum lycopersicum gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Entsprechend besteht eine enge Verwandtschaft zur Kartoffel aber auch zu Paprika und Aubergine sowie zu Tabak und Alraune.

Weltweit mehr als 2.500 Tomatensorten

Tomatenpflanzen bringen Beeren hervor, die in der Regel einen Durchmesser zwischen 15 bis maximal 100 Millimeter aufweisen. Dadurch, dass weltweit geschätzte 2.500 verschiedene Sorten gezüchtet werden, variieren sowohl die Form als auch die Farbe. Neben dem typischen Rot finden sich auch Früchte in Gelb, Grün, Violett, Braun, Schwarz oder Orange. Im Allgemeinen lassen sich Tomaten nach der Größe und der Anzahl der so genannten Fruchtkammern einteilen. Die am häufigsten anzutreffenden Formen sind dabei die Cocktailtomate, die Kirschtomate, die „normale“ Tomate und Sorten wie die Fleischtomate, die Riesentomate und die San Marzano.  Im Inneren der Tomaten befinden sich zahlreiche Samen, die in ihrer Form ein wenig an kleine Eier erinnern und eine blasse, ins Bräunliche spielende Farbe aufweisen.

Tomaten stärken die Immunabwehr

Gemüsekorb
Tomaten bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser und enthalten zudem die Vitamine A, B1, B2, E, C und Niacin. Hinzu kommen Mineralien wie Kalium und Spurenelemente. Auch der rote Farbstoff, das Lycopin gilt als gesund und soll die Immunabwehr stärken. Darüber hinaus wird der Tomate nachgesagt, dass sie die Entstehung bestimmter Krebssorten senkt. Dieser Aspekt ist jedoch wissenschaftlich umstritten.

Hinsichtlich ihres Brennwerts, ist die Tomate bestens für eine Diät geeignet. 100 Gramm der rohen Früchte enthalten lediglich 20 kcal bzw. 84 kJ. Auf dieselbe Menge kommen vier Gramm Kohlenhydrate, ein Gramm Protein sowie 0,3 Gramm Fett.

In punkto Verwertung zeigt sich die Tomate vielseitig und kann sowohl roh als auch gekocht oder gebraten verzehrt werden. In der Lebensmittelindustrie werden zudem Produkte wie Tomatenmark oder auch Tomatensaft und Tomatenketchup produziert. Zumindest in Deutschland entfallen runde 50 Prozent der jährlich pro Kopf verzehrten 22 Kilogramm Tomaten auf die frischen Früchte.

Kulinarisch werden Tomaten gerne in Form von Soßen zubereitet und eignen sich hervorragend für klassisch italienische Pasta- oder Reisgerichte. Des Weiteren erfreut sich auch die Tomatensuppe großer Beliebtheit und in den Sommermonaten werden die rohen Früchte auch als Tomatensalat geschätzt. An Küchenkräutern harmonieren vor allem Basilikum und Lorbeer mit Tomaten.

Interessant an der Tomate ist ihre Herkunft aus Mittel- und Südamerika. Historiker haben herausgefunden, dass bereits die Maya Tomaten schätzten und kultivierten. Aus deren Kultur stammt auch das hierzulande gebräuchliche Wort, das aus dem Maya-Begriff „xitomatl“ gebildet wurde. Nach Europa kam die Tomate vermutlich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Erste Beschreibungen stammen bezeichenenderweise aus Italien, wo die Früchte auch als „Goldäpfel“ bzw. „Pomi d´Oro“ bezeichnet wurden. Gegessen wurden die Früchte erst ab dem 18. Jahrhundert und die heute massenhafte Verbreitung begann erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

China, USA und Türkei führende Exporteure

Export Obst Gemüse
Allein in der Europäischen Union werden jährlich rund 17 Millionen Tonnen Tomaten geerntet, von denen Italien mit sieben Millionen Tonnen und Spanien mit rund vier Millionen Tonnen den Löwenanteil ausmachen. Ebenfalls zu den Tomaten anbauenden Ländern zählen Griechenland mit zwei Millionen Tonnen und die Niederlande mit 0,6 Millionen Tonnen. Letztere sind dennoch aufgrund der umfangreichen Gewächshäuser ein wichtiger Exporteur. Weltweit teilen sich China (31 Millionen Tonnen), die USA (elf Millionen Tonnen) und die Türkei mit 9,7 Millionen Tonnen die vorderen Plätze.

Kennzeichnend für Tomaten ist jedoch, dass sich die Pflanzen auch in Deutschland problemlos auf einem Balkon oder in einem Gewächshaus anbauen lassen.  Entscheidend ist dabei, dass die Tomaten viel Licht und Wärme erhalten.



Ähnliche Sorten: Lorbeer | Basilikum | Kartoffeln | Aubergine | Paprika

Kalorien und Nährwerte Tomate

Hier finden Sie die Nährwerte für Tomate. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.3g
4.0g
3.4g
0.4g
0.0g

24 kcal / 101 KJ
0.2 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Fett: 0.3%
  
 Kohlenhydrate: 4.0%
  
 Ballaststoffe: 0.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 94.3%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Gemüse
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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