Sellerie

Sellerie

Die Frage, ob der Sellerie (lateinisch: Apium) als Gewürz- als Heil- oder als Gemüsepflanze anzusehen ist, lässt sich vermutlich nicht abschließend beantworten. Tatsache ist, dass der Doldenblütler sowohl mit Kümmel und Anis als auch mit den Karotten verwandt ist und in der Küche vielfältig Verwendung findet.


Botanische Eigenschaften von Sellerie

Feld
Sellerie gedeiht ein- oder auch zweijährig und blüht – gemäß der Zugehörigkeit zu den Doldenblütlern – an kleinen Dolden, an denen wiederum die Einzelblüten hängen. Die Blüten sind weiß oder auch gelb-grünlich und die daraus entwickelnde Früchte  sind meist rund oder oval.

Unterschieden wird zwischen der Knollensellerie (Apium graveolens) und dem Stauden- oder Bleichsellerie (Apium graveolens var. dulce). Der Unterschied besteht darin, dass im einen Fall die gelb-weiße Wurzelknolle, im anderen die davon abgehenden Blattstiele und Blätter geerntet werden. Beide Sorten sind allerdings enge Verwandte.

Beim Anbau benötigt Sellerie einen ausreichend feuchten Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Viele Nährstoffe und Humus sind ebenso erforderlich wie ein sonniger aber nicht zu warmer Standort. Nach der Anzucht, die bereits im März beginnt, werden die jungen Pflanzen ins Freie gesetzt. Wichtig ist dabei, dass keinerlei Fröste mehr auftreten und auch die Bodentemperatur nicht zu niedrig liegt.

Sellerie gilt in der Gärtersprache als „Starkzehrer“. Konkret bedeutet dies, dass auch Dünger nicht zu kurz kommen sollte und zudem viel gewässert werden muss.

Die Erntezeit liegt zwischen Juli und Ende Oktober. Bei der Knollensellerie sollte man auf einen trockenen Boden achten und das Erntegut auf keinen Fall wachsen. Das Grün lässt sich wahlweise nutzen oder entfernen. Eine ausgereifte Knolle weist einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern auf und wiegt zwischen 500 Gramm und einem Kilo.
Beim Staudensellerie ist die Knolle kaum ausgeprägt und die Energie der Pflanze ist in die Blattstiele geschossen. Wer die Stangen lagern möchte, nutzt hierfür Zeitungspapier zum Einwickeln.

Inhaltsstoffe von Sellerie

Ab jetzt gesund
Der Verzehr von Sellerie verträgt sich durchaus mit einer Diät. Angesichts eines Brennwerts von nur 16 kcal auf 100 Gramm fällt das schmackhafte Gemüse sprichwörtlich „nicht ins Gewicht“. Der Anteil an Kohlenhydraten beträgt drei Prozent, der Fettgehalt liegt bei 0,2 Prozent und Protein ist noch einmal mit 0,7 Prozent vertreten. Hinzu kommen Ballaststoffe, die einen Anteil von 1,6 Prozent ausmachen.

Sellerie ist bekannt dafür, dass er hohe Mengen an Magnesium, Kalium und Calcium enthält. Des Weiteren finden sich Phthalide, die maßgeblich zur Senkung des Blutdrucks beitragen.

Nutzung von Sellerie

Frau in der Küche
Die Nutzung von Sellerie ist seit eh und je vielfältig. So nimmt es nicht wunder, dass es sich deutschlandweit um eines der beliebtesten Gemüse handelt.

Klassischerweise ist Knollensellerie als Suppengemüse geeignet und sorgt für ein würziges Aroma. Ebenso wie Staudensellerie können die Knollen im Salat verwendet werden, sollten zuvor jedoch blanchiert werden. Staudensellerie lässt sich hingegen auch roh verspeisen und ist ein beliebter und kalorienarmer Snack auf Partys.

Knollensellerie entfaltet ihre Stärken wiederum bei einer Diät, wo das Gemüse als Alternative zu Kartoffeln eingesetzt wird.

Die Heilwirkung des Sellerie war bereits dem berühmten griechischen Arzt Hippokrates bekannt. Dieser nutzte den Saft des Gemüses, der auch heutzutage noch getrunken wird. Pharmazeutisch relevant sind vor allem die Wirkstoffe Psoralen, Bergapten, Xanthotoxin und Apiin.

Geschichte des Sellerie

Die ersten Nutzer von Sellerie waren vermutlich die alten Ägypter. Die Pflanze wurde demnach schon im Jahr 1.200 vor Christus kultiviert und war dann auch in der griechischen und römischen Antike beliebt. Wer im antiken Griechenland bei den Nemëische Spiele triumphierte, erhielt als Lohn einen Kranz aus Sellerieblättern auf den Kopf gesetzt.

Ab dem neunten Jahrhundert wurde Sellerie vor allem als Heilpflanze genutzt, während die heutige Bedeutung als Gemüsepflanze erst im 17. Jahrhundert aufkam. Aus dieser Zeit stammt auch die Unterscheidung zwischen Knollen- und Staudensellerie.

Die botanischen Wurzeln liegen im Mittelmeerraum, wo sich heute auch noch Wildformen finden.

Ähnliche Sorten: Kümmel | Anis | Koriander | Karotten

Kalorien und Nährwerte Staudensellerie

Hier finden Sie die Nährwerte für Staudensellerie. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.2g
2.0g
0.0g
2.3g
0.0g

18 kcal / 75 KJ
0.2 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Fett: 0.2%
  
 Kohlenhydrate: 2.0%
  
 Ballaststoffe: 2.3%
  
 Andere (Wasser etc.): 94.5%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Gemüse
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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