Rosenkohl

Rosenkohl

Man liebt ihn oder verschmäht ihn – wie kaum ein anderes Gemüse polarisiert der Rosenkohl, der auch als Brüsseler Kohl oder Sprossenkohl bekannt ist. Seinen Namen hat der Rosenkohl aufgrund des knospenhaften Wuchses der einzelnen Blattröschen. Diese messen zwischen zehn und 50 Millimetern und werden zumeist im Winter geerntet. Unter botanischen Gesichtspunkten ist Rosenkohl nicht anderes als die Triebknospe der Kohlpflanze.

Anspruchsvoller Anbau

Feld
Im Anbau ist der Rosenkohl noch anspruchsvoller als andere Kohlsorten. Das Erscheinungsbild ist meist hoch aufgeschossen, wobei die Seitentriebe stark eingekürzt werden. Bei erfolgreicher Züchtung bilden sich an den Seiten möglichst viele der kleinen Kohlköpfe.

Die Ernte des Rosenkohl kann zwar schon im Herbst erfolgen – es empfiehlt sich aber, die ersten kalten Temperaturen abzuwarten. Hintergrund ist die weiterhin stattfindende Photosynthese, die zwar Zucker, aber keine Stärke mehr bildet, was dem Geschmack aber auch der Verdaulichkeit zugute kommt. Auf diese Weise lässt sich auch dem nachwievor verbreitete Image als bitteres Gemüse beikommen. Eine Alternative, die mittlerweile häufig Anwendung findet, ist auch die direkte Züchtung ohne die früher kennzeichnenden Bitterstoffe.

Im Garten benötigt Rosenkohl einen sehr nährstoffreichen Boden und fühlt sich vor allem auf sandigem Lehm wohl. Die Aussaat erfolgt zwischen April und Mai und zwischen Mitte Mai und Ende Juni können die Jungpflanzen dann umgesetzt werden. Hierbei ist sowohl auf eine ausreichende Bodentiefe, als auch auf viel Platz und Wasser zu achten. Je nach Region ist es problemlos möglich, den Rosenkohl auch bei Frost überwintern zu lassen, sofern das Quecksilber nicht unter minus zehn Grad Celsius fällt.

Vitaminspender der Extraklasse

Gemüsekorb
So klein der Rosenkohl auch sein mag, seine Rolle als Vitaminspender ist unumstritten. Im Vergleich mit anderen Kohlsorten hat er die Nase vorn und bringt es aufgrund des geringeren Wassergehalts von 85 Prozent auf einen Brennwert von rund 36 kcal auf 100 Gramm. Die weiteren Inhaltsstoffe sind Fett mit 0,3 Prozent, vor allem aber Vitamin C, Zink, Ballaststoffe und Vitamin K. Wissenschaftler haben in verschiedenen Studien zudem herausgefunden, dass Rosenkohl der Entgiftung dient und die krebserregenden Stoffe, die sich in stark angebratenen oder gegrilltem Fleisch befinden, neutralisiert.

Es ist allerdings darauf zu achten, dass der Rosenkohl nicht lange und nicht in der Umgebung von Äpfel, Pflaumen, Tomaten und anderen Ethylen abgegebenden Obst- und Gemüsesorten gelagert werden darf.

Geschmacklich präsentiert sich der Rosenkohl oftmals kräftig und leicht bitter. Beliebt ist vor allem die Beschaffenheit der zarten Röschen, die vielfach als butterartig oder cremig bezeichnet wird.

Gespeist wird Rosenkohl stets gekocht, da die rohe Variante schwer verdaulich ist. Wichtig ist dabei eine kurze Garzeit. Der Rosenkohl lässt sich dann als Begleiter für Fleischgerichte, als Grundlage für einen Auflauf oder auch in Form eines Salats genießen.

Die Geschichte des Rosenkohls

Anders als viele seiner Verwandten, ist der Rosenkohl ein regelrechter Neuling in der Gemüsewelt. In Belgien wurde die Kohlart seit 1587 angebaut, gelangte jedoch erst im 19. Jahrhundert nach Deutschland. Bis heute stehen Namen wie „Choux de Bruxelles“ (Französisch) oder „Brussels Sprout“ (Englisch) für die belgische Herkunft.

Auch heutzutage zählt Belgien zu den Hauptanbaugebiete, muss sich die Spitzenplätze in diesem Bereich allerdings mit den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien teilen. In Deutschland stammen lediglich 15 Prozent des angebotenen Rosenkohl aus einheimischer Ernte, der Rest wird importiert.

Ähnliche Sorten: Rotkohl | Grünkohl | Blumenkohl | Weißkohl | Wirsing

Kalorien und Nährwerte Rosenkohl

Hier finden Sie die Nährwerte für Rosenkohl. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

3.4g
0.4g
4.4g
3.4g
4.0g
0.0g

43 kcal / 180 KJ
0.4 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 3.4%
  
 Fett: 0.4%
  
 Kohlenhydrate: 4.4%
  
 Ballaststoffe: 4.0%
  
 Andere (Wasser etc.): 87.8%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Gemüse
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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