Pfirsich

Pfirsich

Kaum ein anderes Obst blickt auf eine so lange Geschichte zurück, wie der Pfirsich. Schon im Jahr 4.000 vor Christus kannten die Chinesen die süßen Früchte, die seither ihren Siegeszug über nahezu den gesamten Globus oder zumindest die Länder mit gemäßigt warmen Klima angetreten haben.

Botanische Merkmale des Pfirsichs

Obstkorb
Der Pfirsich (lateinisch: Prunus persica) gehört zu den Rosengewächsen bzw. zum Steinobst und ist entsprechend mit Pflaume, Süßkirschen und Co. verwandt. Entsprechend gedeihen auch Pfirsiche am Baum, der bis zu acht Metern messen kann.

Wenn hierzulande im April, teilweise auch schon im März, die Pfirsichblüte stattfindet, verwandeln sich die baumgesäumten  Straßen in ein regelrechtes rosafarbenes Meer. Kaum eine andere Obstblüte kündet so früh vom Frühling und selbst, wenn die Blüten dem Frost zum Opfer fallen, bilden sich bald neue Hingucker aus. Vielleicht ist dies auch einer der Gründe dafür, dass die Chinesen der Frucht eine Symbolbedeutung für Unsterblichkeit zuschrieben.

Aus den Blüten reift schließlich die kugelrunde Steinfrucht mit einem Durchmesser zwischen vier und maximal zehn Zentimetern. Charakteristisch ist die lange Furche, die das Obst zu durchteilen scheint. Ebenfalls zeichnen sich die gelben bis rötlichen Früchte durch einen leichten Flaum aus.

Mittlerweile werden eine Fülle von Sorten unterschieden, von denen vor allem Benedictine, Diniert oder auch der Weinbergpfirsich erwähnenswert sind.

Beim Anbau ist darauf zu achten, dass die Pfirsiche aufgrund der so genannten Vernalisation winterliche Kälte benötigen, um überhaupt zu gedeihen. Zudem findet man die Bäume meist dort, wo auch Wein angebaut wird. Sollte zu große Trockenheit herrschen, so ist unbedingt nachzuwässern. Des Weiteren benötigt der Pfirsich einen lockeren und nährstoffreichen Boden mit hohem Humusgehalt. Als pH-Wert gelten 6,5 bis 7 als ideal.

Bei der kommerziellen Ernte werden die noch unreifen Früchte verwendet, die dann im Handel leicht nachreifen. Aus diesem Grund sind Pfirsiche aus dem eigenen Garten in aller Regel vorzuziehen und zeichnen sich durch mehr Saftigkeit und Süße aus.

Inhaltsstoffe im Pfirsich

100 Gramm Pfirsich bieten einen Brennwert von 42 kcal. Neben einem Kohlenhydratanteil von 8,9 Prozent sind Protein und Fett mit lediglich 0,8 bzw. 0,1 Prozent enthalten. Der Ballaststoffgehalt beträgt 1,9 Prozent.

Überdies sind es vor allem das Vitamin C sowie die Mineralstoffe Natrium, Eisen, Zink und Magnesium, die den gesundheitlichen Wert der Pfirsiche ausmachen. Zudem sind im Fruchtfleisch jede Menge Karotene enthalten.

Verwendung des Pfirsichs

Frau in der Küche
Zumeist wird ein Pfirsich roh gegessen, eignet sich aufgrund seiner Süße aber auch zur Verwendung in Desserts. Ein Klassiker ist dabei Pêches Melba, eine Kreation des berühmten Kochs Auguste Escoffier. Hier wird Pfirsich – vereinfacht ausgedrückt – mit Vanilleis, pürierter Himbeere und einer Zuckerlösung zubereitet und mit Schlagsahne versehen.

Die Vielseitigkeit des Pfirsichs zeigt sich aber auch im beliebten Sektcocktail Bellini, in zahlreichen Kuchen und Torten oder im Pfirsichbrand, -likör und -konfitüre.

Beim Backen werden dann auch die Kerne des Pfirsichs verarbeitet. Das so genannte Persipan dient vielerorts als Ersatz für Marzipan und ist geschmacklich eng verwandt.

Der Pfirsich und seine Herkunft

Ursprünglich stammt der Pfirsich aus China. Von dort gelangte das Obst über Persien nach Griechenland und weiter auf das Territorium des Römischen Reichs. Der Name Pfirsich lässt sich bis heute auf den persischen Ursprung zurückführen. Im Griechischen wurde das Obst als mêlon Persikón, als persischer Apfel bezeichnet.

Das Ursprungsland China ist auch heute noch eines der Hauptanbaugebiete. Innerhalb Europas teilen sich Italien und Spanien die Spitzenplätze. Ebenfalls zu nennen sind die USA, Griechenland, Frankreich und die Türkei.

Ähnliche Sorten: Aprikose | Pflaume | Süßkirschen | Sauerkirschen

Kalorien und Nährwerte Pfirsich

Hier finden Sie die Nährwerte für Pfirsich. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.4g
9.0g
9.0g
2.4g
0.0g

48 kcal / 201 KJ
0.5 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Fett: 0.4%
  
 Kohlenhydrate: 9.0%
  
 Ballaststoffe: 2.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 87.2%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


Kommentare und Diskussionen

Kommentare Hier können Sie gern die Seite kommentieren, Fragen stellen oder über das Thema BMI diskutieren. Bitte halten Sie sich an die Netiquette.
comments powered by Disqus