Orangen

Orangen

Die Orange (Citrus Sinensis) oder auch Apfelsine, wie die Frucht mitunter genannt wird, gehört zu den Zitruspflanzen. Die süßen Früchte sind nicht mit den eng verwandten Bitterorangen zu verwechseln, deren Geschichte deutlich anders verlaufen ist. Gemessen an den anderen Zitruspflanzen liegt die Orange in der Gunst der Käufer weltweit an erster Stelle und wird bereits seit vielen Jahrhunderten geschätzt.


Botanische Merkmale der Orange

In botanischer Hinsicht handelt es sich bei der Orange um eine Kreuzung aus der Mandarine und der Pampelmuse. Interessanterweise sind die beiden anderen Zitruspflanzen deutlich weniger verbreitet als das Produkt ihrer „Vermählung“. Wie es der lateinische Name „Citrus Sinensis“ bereits sagt, stammt die Pflanze aus China bzw. Südostasien. Dies spiegelt sich auch im deutschen Wort Apfelsine wider, das nichts anderes als „Apfels aus Sinien bzw. China“ bedeutet.

Orangen gedeihen an immergrünen Bäumen, die bis zu zehn Meter hoch werden. Im Anbau ist grundsätzlich auf kalkfreie Sandböden und ein mildes Klima zu achten. Zudem benötigen Orangen in der Entwicklungsphase viel Wasser und sollten auch gedüngt werden. Das Ziehen von Orangen gelingt nicht nur in den Mittelmeerländern, sondern auch hierzulande, wenngleich die Erträge geringer ausfallen dürften.

Die Blüten sind weiß und verbreiten einen angenehmen Duft. In den europäischen Ländern findet die Orangenblüte zwischen Februar und Juni statt. Kennzeichnend für die Orangen ist die Ausbildung von Früchten, die auch ohne Fremdbefruchtung erfolgt. Die charakteristische Farbe ergibt sich nur dann, wenn die Früchte auch Kälte erhalten. Mit anderen Worten existieren bei durchweg warmen Tagen und Nächten auch grüne Orangen, deren Reifegrad ebenso ausgeprägt ist. Sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch in den USA wird die Farbe vielfach künstlich hergestellt, da grüne Orangen seitens der KundInnen nicht ohne Weiteres akzeptiert werden.

Die Verwendung von Orangen

Obstkorb
Orangen werden insbesondere roh verzehrt oder auch zu Orangensaft verarbeitet. Letzterer ist das weltweit wichtigste Orangenprodukt. Neben den Hauptzwecken werden Orangen auch in der Duftindustrie verwendet und sowohl die Orangenscheiben als auch die Schalen finden sich in einer Fülle von Gerichten wieder.

Die große Vielseitigkeit der Orangen zeigt sich dann auch in den Sorten. Neben den Bitterorangen, die auch Pomeranzen genannt werden, unterscheidet man zwischen den gebräuchlichen Blondorangen oder Rundorangen, den Navelorangen, den Blutorangen sowie  säurefreien Sorten.

Hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe, bestehen Orangen zu 85,7 Prozent aus Wasser. Dies ist auch einer der Gründe für die einfache Verwendung als Saftspender und das problemlose Auspressen der Früchte. Der Vitamin C- Gehalt ist dabei enorm und nur ein Glas frisch gepressten Orangensafts deckt den Bedarf eines erwachsenen Menschen. Daneben finden sich in geringen Mengen von einem bzw. 0,2 Prozent Eiweiß und Fett in Orangen und Kohlenhydrate sind mit 8,25 Prozent vertreten. Hinzu kommen 1,6 Prozent Ballaststoffe und 0,48 Prozent Mineralstoffe, bei denen Kalium und Calcium an erster Stelle stehen. Zuletzt sind auch verschiedene B-Vitamine zu nennen. Der Kaloriengehalt von 100 Gramm Orangen beläuft sich auf 46 kcal.

Geschichte der Orangen bis heute

Die Orange wurde zunächst in China kultiviert und war zudem auch im arabischen Raum bekannt, bevor Sie im 15. Jahrhundert auch die Seefahrerländer Portugal und Spanien erreichten. Von dort brachte vermutlich Christoph Kolumbus erste Samen in die „neue Welt“ bzw. nach Amerika. Zum ersten Mal gezielt angepflanzt wurden Orangen dann auf der Insel Hispaniola (dem heutigen Haiti und der Dominikanischen Republik).

In der Liste der weltweit größten Orangenproduzenten rangiert Brasilien vor den USA und Mexiko an erster Stelle. Dahinter folgen Indien, Spanien sowie China, der Iran und Italien.

Ähnliche Sorten: Mandarine | Grapefruit | Zitrone | Clementine

Kalorien und Nährwerte Orange

Hier finden Sie die Nährwerte für Orange. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.4g
10.0g
10.0g
1.4g
0.0g

50 kcal / 210 KJ
0.5 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Fett: 0.4%
  
 Kohlenhydrate: 10.0%
  
 Ballaststoffe: 1.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 87.2%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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