Mandarine

Mandarine

Winterzeit ist Mandarinenzeit. Gründe für die hohe Beliebtheit der Mandarine sind unter anderem ihr süßer Geschmack und die leichte Schälbarkeit. Mittlerweile achtet man auch in Züchtungen darauf, dass das Fruchtfleich leicht von den orangefarbenen Schalen zu trennen ist. Zudem existieren längst eine Reihe an kernlosen Sorten.

Die Mandarine in botanischer Hinsicht

Anders als die meisten hierzulande beliebten Zitrusfrüchte, ist die Mandarine (lateinisch Citrus reticulata) keine Kreuzung aus zwei bereits bestehenden Sorten. Ihre Geschichte reicht über Jahrtausende zurück und zudem existiert innerhalb der Zitrusfrüchte keine so vielseitige und umfangreiche Gruppe.

Aus der Mandarine wurden seinerseits eine Vielzahl an neuen Früchten entwickelt. Zu den bekanntesten Hybriden gehören die Clementinen oder die die Satsumas.

Gemeinsames Merkmal aller Mandarinensorten ist das Wachsen an einem kleinen, immergrünen Baum und die charakteristische Süße, die sie beispielsweise von den Orangen unterscheidet. Eine Mandarine ist in der Regel in neun Einzelsegmente unterteilt, in denen sich der Fruchsaft befindet.

Klassischerweise wird die Mandarine um die Weihnachtszeit geerntet. Im Mittelmeerraum liegt die Ernteperiode demnach zwischen Ende November und Anfang Januar. Charakteristisch für Mandarinenbäume ist ihre hohe Kälteresistenz. Dies ist umso erstaunlicher, da die Früchte wiederum sehr empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren.

Die Lagerfähigkeit von Mandarinen ist begrenzt und liegt bei maximal zwei Wochen. Danach löst sich das Fruchtfleisch und sowohl die Süße als auch das Aroma gehen verloren.

Hoher Nährwert der Mandarine

Obstkorb
Im Winter gibt es kaum einen geeigneteren Lieferanten an Vitamin C als die Mandarine. Schon 100 Gramm decken 40 Prozent des Bedarfs eines Erwachsenen. Der Brennwert liegt bei 47 kcal, der Protein- und Kohlenhydratgehalt bei 0,7 bzw. 10,1 Prozent. Fett und Ballaststoffe sind mit 0,3 bzw. 1,7 Prozent vertreten und der Wassergehalt liegt bei 87 Prozent.

Neben Vitamin C sind es vor allem Natrium, Eisen, Zink und Magnesium, die für die Mandarine sprechen.

Verwendbar als Snack oder in der Küche

Frau in der Küche
Die meisten Menschen können der Mandarine kaum widerstehen und essen die orangefarbenen Früchte direkt roh als Snack. Alternativ ist allerdings auch eine Verwendung in Quarkspeise, Joghurt oder anderen Desserts gebräuchlich. Zudem eignen sich Mandarinen  als Zutat für einen Salat und dürfen auch im Krabbencocktail nicht fehlen.

Darüber hinaus weden Mandarinen in Erfrischungsgetränken eingesetzt und auch der Saft lässt sich in einem gut sortierten Supermarkt erwerben. Zuletzt wird das ätherische Mandarinenöl als Duftstoff verwendet.

Die Herkunft der Mandarine

Export Obst Gemüse
Wissenschaftler vermuten heute, dass die Mandarine aus dem Nordosten Indiens oder dem Südwesten Chinas stammt. Tatsache ist, dass die Früchte in China bereits seit Jahrtausenden kultiviert werden und dort nach dem Mandarin, einem gehobenen Staatsbeamten benannt wurden. Einer der Hintergründe für diese Namensgebung ist der Ruf als Frucht der Reichen und Mächtigen im Reich der Mitte.

In Europa trat die Mandarine ihren Siegeszug erst deutlich später an. So war es 1805, als Sir Abraham Hume die damals „Kantoner Apfelsine“ nach Großbritannien brachte. Aus diesen Sorten wurden dann die heute gebräuchlichen Mittelmeer-Mandarinen (lateinisch: Citrus deliciosa) gezüchtet. Ein Grund für die späte „Entdeckung“ der Mandarine war deren schlechte Lagerbarkeit, die einen Transport deutlich erschwerte.

Besonders verbreitet ist die Mandarine heute in Spanien und Marokko. Zudem gehören Italien, Frankreich, Griechenland und Zypern zu den Produzenten. In globaler Perspektive sind zudem Japan, China, die USA und Südamerika.

In kommerzieller Hinsicht ist die Mandarine hinter der Orange die Nummer zwei auf dem Weltmarkt der Zitrusfrüchte.

Ähnliche Sorten: Orangen | Zitrone | Clementine | Grapefruit

Kalorien und Nährwerte Mandarine

Hier finden Sie die Nährwerte für Mandarine. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.4g
10.0g
10.0g
1.6g
0.0g

51 kcal / 214 KJ
0.5 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Fett: 0.4%
  
 Kohlenhydrate: 10.0%
  
 Ballaststoffe: 1.6%
  
 Andere (Wasser etc.): 87%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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