Litschi

Litschi

Die Litschi (lateinisch: Litchi chinensis) oder auch Lychee nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Pflanzenwelt ein und ist die einzige Art der gleichnamigen Pflanzengattung. Entfernte Verwandte sind Rambutan sowie Ahorn und die auch in Deutschland weit verbreitete Rosskastanie.


Botanische Kennzeichen der Litschi

Obstkorb
Die Litschi wächst an einem immergrünen Baum, der bis zu 15 Meter in die Höhe ragt. Die Laubblätter sind gefiedert und zeigen sich in dunklem Grün, ihre Länge beträgt zwischen zehn und 25 Zentimetern.

Im Frühling erscheinen sowohl männliche als auch weibliche Blüten an ein- und demselben Baum. Beide sind weiß bis grünlich und erfreuen durch einen intensiven Duft. Aus den Blüten entwickeln sich Fruchstände, die zwischen zwei und 30 Früchte aufweisen. Genau genommen entwickeln sich innerhalb der roten, stark gefurchten Schale bis zu drei der weißen Früchte – in der Praxis ist allerdings meist nur eine Frucht zu verzeichnen. Die Schale (oder botanisch korrekter: das Fruchtgehäuse bzw. Perikarp) ist – je nach Alter der Früchte – zunächst rosafarben, später dann bräunlich.

Verspeist wird der so genannte Arillus, der Samenmantel, der eine Dicke von bis zu fünf Millimetern erreicht und fleischige Konsistenz besitzt. Die Farbe ist meist weiß, kann aber auch ins bläuliche oder ins gelbliche spielen. Erntezeit ist im Herkunftsland China im Sommer, doch die Verfügbarkeit der Litschi besteht aufgrund der verschiedenen Anbaugebiete während des gesamten Jahres. Ein Litschbaum bringt es dabei auf einen Ertrag von bis zu 150 Kilogramm pro Saison.

Litschibäume benötigen warme, subtropische Klimate. Hinsichtlich der Böden zeigen sich die Pflanzen vielseitig und akzeptieren pH-Werte zwischen sechs und sieben. Ideal ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit, wobei tropische Regionen aufgrund ihrer feuchten Luft nicht in Frage kommen.

Inhaltsstoffe der Litschi

Der Brennwert von 100 Gramm Litschi liegt bei 66 kcal. Zustande kommt diese recht hohe Energie durch einen Kohlenhydratgehalt von 16,5 Prozent, bei 0,4 Prozent Fett, 0,8 Prozent Protein und 1,3 Prozent Ballaststoffen. Den Löwenanteil macht mit 81 Prozent Wasser aus.

Das Herz gesundheitsbewusster Esser höher schlagen, lässt der hohe Gehalt an Vitamin C.  Darüber hinaus sind Calcium, Kalium, Magnesium und Phosphor zu erwähnen. Abgerundet wird der gesunde Mix durch ein hohes Maß an Provitamin A und den B-Vitaminen B1 und B2.

Zur Verwendung der Litschi

Frau in der Küche
Erstaunlicherweise kennen die meisten Deutschen die Litschi nur aus der Konserve. Dabei lassen sich die Früchte oftmals auch im Supermarkt frisch erstehen und sind leicht essbar. Ideal sind Litschi, wenn sie eine leicht dunkle Färbung aufweisen. Die noppige Schale lässt sich wie bei einem gekochten Ei entfernen und das weiße Innere als Snack verspeisen. Zu beachten ist jedoch, dass der darin enthaltene Kern nicht essbar ist.

Neben dem Rohverzehr lassen sich Litschi gut konservieren, eignen sich als Zutat für Desserts und Obstsalat oder auch zur Zubereitung von Gelee. In Asien wird sogar Litschiwein gekeltert.

Auch das Holz des Litschibaums ist beliebt und wird aufgrund seiner großen Härte und Haltbarkeit zu einem hohen Preis gehandelt. Zuletzt werden auch Honig und Medizinprodukte aus der Litschi gewonnen.

Herkunft und Verbreitung der Litschi

Export Obst Gemüse
Wer regelmäßig Quizshows sieht, wird mittlerweile wissen, dass die Litschi auch den Beinamen Chinesische Haselnuss trägt. Damit ist auch gleich der Hinweis auf das Herkunftsland gegeben. In Frankreich heißt die Litschi unter anderem „Cerisier de Chine“, auf Englisch ist von der „Chinese cherry“ und auch im dänischen „Kinesisk blomme“ wird auf das Herkunftsland China hingedeutet.

Dort wird die Litschi schon seit mehr als 2.000 Jahren kultiviert und wurde erstmals im Jahr 1059 schriftlich erwähnt. Das Image war stets positiv, was sich auch in der Bezeichnung als „Liebesfrucht“ widerspiegelt. Im „Reich der Mitte“ existiert bis heute kaum eine Frucht, die so bekannt und verbreitet ist.

Ihren weltweiten Siegeszug trat die Litschi erst am Ende des 17. Jahrhunderts an. Nach Birma folgten Indien, Thailand sowie Madagaskar, Mauritius und Hawaii sowie Australien, Kalifornien, Florida und Israel.

Die weltweit größten Erzeuger der Früchte sind China, Indien und Thailand.

Kalorien und Nährwerte Litschi

Hier finden Sie die Nährwerte für Litschi. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.0g
16.0g
16.0g
1.4g
0.0g

71 kcal / 297 KJ
0.7 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Kohlenhydrate: 16.0%
  
 Ballaststoffe: 1.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 81.6%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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