Himbeere

Himbeere

Wenn einmal im Jahr in Hollywood die „Goldene Himbeere“ verliehen wird, handelt es sich beim Gewinner um den vermeintlich schlechtesten Film des Jahres. Tatsächlich haben die roten Beeren diesen Ruf wahrlich nicht verdient, denn schließlich handelt es sich bei der Himbeere sowohl um ein wohlschmeckendes als auch ein rundherum gesundes Obst.

Die Himbeere aus botanischer Perspektive

Die Himbeere (Rubus idaeus) wächst an einem sommergrünen Strauch, der bis zu zwei Meter hoch werden kann. Blütezeit ist zwischen Mai und August und aus den kleinen, weißen Blüten werden zwischen Juni und Spätherbst die roten Beeren gebildet. In botanischer Hinsicht handelt es sich genau genommen nicht um Beeren, sondern um eine so genannte Sammelsteinfrucht.

Während der Blütezeit erfreut sich die Himbeere großer Beliebtheit bei Bienen. Aufgrund des angenehmen Duftes erfreuen sich auch Schmetterlinge und andere Insekten am Nektar.

Bei Gärtnern kann die  Himbeere zum Teil auch unbeliebt sein, da sich der Wuchs der Pflanzen zum Teil schwer bändigen lässt. Entsprechend gleichen die Sträucher einem Unkraut, das im negativen Fall ganze Gelände überwuchert.

Um die  Himbeere zu kultivieren, sollte ein halbschattiger bis sonniger Platz gewählt werden. Zudem ist darauf zu achten, dass die Sträucher vor Wind geschützt sind und der Boden sowohl locker als auch voller Humus ist.  Wichtig ist zudem, dass zwischen den einzelnen Sträuchern ein Abstand von mindestens 40 Zentimetern und zwischen Pflanzreihen sogar runde 1,20 Meter eingehalten werden. Zudem benötigt die Himbeere ein Gerüst, da die Früchte sonst zu stark auf den Strauch einwirken.

In der Zucht wird zwischen verschiedenen Sorten unterschieden, die zum Teil nur einmal tragen, zum Teil aber auch mehrfache Ernten ermöglichen.  Zudem ist aufgrund der hohen Krankheitsfälligkeit auf resistente Sorten zu achten.

Inhaltsstoffe der Himbeere

Ab jetzt gesund
100 Gramm Himbeeren bringen es auf einen Brennwert von 34 kcal. Der Wassergehalt beträgt 84 Prozent und Fett und Protein sind mit lediglich 0,3 bzw. 1,3 Prozent vertreten. Deutlich höher ist der Anteil an Ballaststoffen, der satte 6,7 Prozent erhält und auch Kohlenhydrate sind mit immerhin 4,8 Prozent vertreten.

Ihren gesundheitlichen Wert zieht die Himbeere aber aus dem hohen Gehalt an Vitamin C. Hinzu kommen Kalium, Calcium und Magnesium und runden die Fülle wertvoller Inhaltsstoffe ab. Zuletzt sind auch noch sekundäre Pflanzenstoffe bzw. Flavanoide zu nennen auch auf Biotin ist in Himbeeren enthalten.

Nutzung von Himbeeren

In den meisten Fällen wird die Himbeere einfach vom Strauch genutzt und demnach roh verzehrt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Früchte lediglich bei starker Verschmutzung gewaschen werden müssen. Durch das Wasser verblasst der Geschmack und die Himbeere verliert an Reiz.

Auch die Lagerung ist nicht ganz unproblematisch. Am Besten friert man die Früchte kurzerhand ein, denn auch im Kühlschrank bleibt die Himbeere nur wenige Tage frisch.

Neben dem Rohessen, eignen sich die Früchte für Konfitüren, Kuchen oder Kompott oder auch für Brände. Darüber hinaus genießt die Himbeere einen Jahrhunderte alten Ruf als Heilpflanze. Als Tee stimulieren die Blätter die Tätigkeit der Gebärmutter und werden auch bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Geschichte und Verbreitung der Himbeere

Der Name Himbeere geht auf das altnordische und angelsächsische Wort hind für Hirschkuh zurück. Bekannt war das Obst allerdings schon in der römischen Antike und auch die Griechen wussten die Himbeere zu schätzen. Im Mittelalter erfolgte die Kultivierung vor allem in Klostergärten

In ihrer wilden Form findet sich die Himbeere vor allem im nördlichen und mittleren Europa, deutlich weniger in den mediterranen Gebieten. Die weltweit wichtigsten Anbaugebiete der Himbeere finden sich in Russland und den USA, wobei in Deutschland meist einheimisches Obst verkauft wird.

Ähnliche Sorten: Brombeeren | Apfel | Birne | Pflaume

Kalorien und Nährwerte Himbeeren

Hier finden Sie die Nährwerte für Himbeeren. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.0g
5.0g
5.0g
4.6g
0.0g

33 kcal / 138 KJ
0.3 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Kohlenhydrate: 5.0%
  
 Ballaststoffe: 4.6%
  
 Andere (Wasser etc.): 89.4%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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