Heidelbeere

Heidelbeere

Der wissenschaftliche Name der Heidelbeere lautet Vaccinum myrtillus,sie hat aber zahlreiche volkstümliche Bezeichnungen wie: Blaubeere (auch auf englisch heißt sie Blueberry), Schwarzbeere, Wildbeere, Bickbeere, Waldbeere, Moosbeere und in Süddeutschland und der Schweiz hört sie auf den Namen Heubeere.

Botanische Merkmale der Heidelbeere

Obstkorb
Die Echte Heidelbeere, die zur Familie der Heidekrautgewächse gehört, ist ein Strauch, der bis zu 50 Zentimeter hoch wächst. Von April bis Juni ist Blütezeit, die Färbung der einzeln wachsenden, glockenförmigen Blüten reicht von grünlich-weiß bis blassrosa/rötlich. Aus ihnen entwickeln sich zwischen Juli und August runde, schwarzblaue Beeren, deren Durchmesser ein Zentimeter beträgt. Im Herbst verfärben sich die Blätter tiefrot und im Winter fallen sie ab - die Heidelbeere ist also nur sommergrün.

Bei den Heidelbeeren, die bei uns erhältlich sind, handelt es sich jedoch in der Regel um Kultur-Heidelbeeren, die nicht von der heimischen (Echten) Heidelbeere abstammen, sondern von der Amerikanischen Heidelbeere. Ihre Sträucher können nicht nur bis zu fünf Meter hoch wachsen, auch die Früchte werden so groß wie Kirschen. Während die Echte Heidelbeere eine blaue Schale und blaues Fruchtfleisch hat und beim Verzehr die Zähne blau färbt, hat die Amerikanische Heidelbeere zwar auch eine blaue Schale, jedoch helles, nicht abfärbendes Fruchtfleisch.

Der Heidelbeerstrauch gedeiht im Halbschatten und benötigt einen Boden, der frei von Kalk und reich an Humus ist. Wer einen hohen Fruchtertrag erzielen möchte, sollte wenigstens zwei verschiedene Arten der Kultur-Heidelbeere pflanzen. Das A und O für das Gedeihen der Heidelbeere ist eine gute Bewässerung; der Boden muss – vor allem aber ab der Blütezeit - gleichmäßig feucht sein. Bei nicht ausreichender Bewässerung wachsen die Beeren nicht gut und fallen frühzeitig ab. Wer seine Heidelbeere hegt und pflegt, kann bis zu 30 Jahre Freude an ihr haben.

Inhaltsstoffe der Heidelbeere

Ab jetzt gesund
Die Blätter der Heidelbeere sind leicht giftig, da sie Hydrochinon und Arbutin enthalten.
Die Beeren enthalten einen großen Anteil an Anthocyanen; dies sind Farbstoffe, die beim Verzehr zur typischen blauen Verfärbung der Zähne führt. Die Anthocyane wirken aber auch entzündungshemmend und antioxidativ. Darüber hinaus punktet die Heidelbeere mit den Vitaminen A, C und E sowie Mineralstoffen.

100 Gramm Heidelbeeren enthalten 42 Kalorien, 84,8 Gramm Wasser, 7,4 Gramm Kohlenhydrate und 0,6 Gramm Fett. Darüber hinaus liefern die Früchte Eisen, Magnesium, Natrium sowie Kalium, Phosphor und Zink.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten in der Küche

Frau in der Küche
Vor allem bei der Zubereitung von Süßspeisen bietet die Heidelbeere unzählige Verwendungsmöglichkeiten: So kann man Kompott, Konfitüre oder Gelee aus Heidelbeeren zubereiten. Kuchen, Obstsalat, Quark und Eis schmecken mit Heidelbeeren einfach köstlich. Vor allem aus der amerikanischen Küche sind die Blueberrys bei Pancakes, Muffins und Co. nicht wegzudenken. Auch zur Herstellung von Wein und Likör eignen sich die glänzenden Früchte.

Die Beeren vertragen jedoch keine rohe Behandlung: Sie sind stark druckempfindlich und müssen deshalb mit besonderer Vorsicht transportiert werden. Sie beginnen schnell zu schimmeln und sollten im Kühlschrank gelagert werden, wo sie sich bis zu einer Woche halten. Natürlich kann man Heidelbeeren auch einfrieren.

Geschichte der Heidelbeere

Das Wort „Heidelbeere“ leitet sich wahrscheinlich ab von „auf der Heide wachsende Beere“. Bereits im Mittelalter kannte man die Beere und schätzte ihre medizinischen Wirkungen. Die erste Erwähnung der Heidelbeere stammte von der Benediktinerin und Universalgelehrten Hildegard von Bingen. Rund 400 Jahre später beschrieb Tabernaemontanus (1522-1590) in seinem Kräuterbuch die heilsame Wirkung der Heidelbeere bei Geschwülsten, Mundfäule, Wundheilung und ähnlichen Erkrankungen.

Die Heimat der Heidelbeere ist Nordamerika. Heute ist sie vorwiegend auf der nördlichen Hemisphäre von der Arktis bis zum Mittelmeerraum anzutreffen. Im Winter werden wir mit Heidelbeeren von der Südhalbkugel (u. a. aus Argentinien, Südafrika und Australien) versorgt.

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Kalorien und Nährwerte Heidelbeeren

Hier finden Sie die Nährwerte für Heidelbeeren. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.0g
6.0g
5.0g
5.4g
0.0g

39 kcal / 163 KJ
0.4 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Kohlenhydrate: 6.0%
  
 Ballaststoffe: 5.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 87.6%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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