Grapefruit

Grapefruit

Die Grapefruit zeichnet sich durch ihre große Vielseitigkeit aus. In der Tat lassen sich die Früchte sowohl roh verzehren als auch zu Saft und zu verschiedenen Nachtischen verarbeiten. Darüber hinaus passt Grapefruit sogar zu Meeresfrüchten und hat längst ihren festen Platz in der kreativen Küche erobert.


Die Grapefruit – Geschichte einer Züchtung

Obstkorb
Im Volksmund und vor allem in Norddeutschland werden Grapefruit und Pampelmuse oftmals miteinander verwechselt bzw. als identisch angesehen. In der Tat handelt es sich bei der Grapefruit jedoch um eine Kreuzung aus der Pampelmuse und der Orange. Es wird dabei vermutet, dass die Kreuzung im 18. Jahrhundert eher auf einen Zufall zurückzuführen war. Aufgrund ihrer großen Lagerfähigkeit gewinnt die Frucht an Attraktivität und macht derzeit rund zehn Prozent der Orangenernte weltweit aus.

Der Name Grapefruit geht auf die englischen Begriffe „grape“ (für Traube) und „fruit“ (für Frucht) zurück. Der Name drückt aus, dass die Früchte ähnlich wie Weinreben am Baum gedeihen.

Grapefruitbäume sind in aller Regel zwischen fünf und sechs Metern hoch, können allerdings   bis zu 15 Metern erreichen. Die weißen Blüten erfreuen – wie die der Orangen – durch einen angenehmen Duft und die Früchte messen zwischen zehn und 15 Zentimetern. Unter der gelben Schale versteckt sich ein ebenfalls gelbes, teilweise aber auch rotes Fruchtfleisch mit unverkennbar bitterem Geschmack. Die Bitterkeit verschwindet jedoch mit zunehmender Lagerung, die bis zu zwei Monate dauern kann.

Unterschieden werden rote und gelbe Sorten sowie die Kreuzung „Sweetie“, die allerdings ihrerseits eine Kreuzung aus einer Grapefruitart und der Pampelmuse ist.

Hierzulande wird die Grapefruit während des gesamten Jahres genutzt. In den Wintermonaten bzw. zwischen Oktober und April stammen die Lieferungen aus den Ländern der Nordhalbkugel, während sonst von der anderen Seite des Globus geliefert wird.

Inhaltsstoffe der Grapefruit

Ab jetzt gesund
Wie die meisten Zitrusfrüchte, strotzen auch die Grapefruit nur so an Vitamin C. Um die volle gesundheitliche Bandbreite zu nutzen, sollten die kompletten Früchte verzehrt werden, da dem puren Saft ein Großteil der so genannten Faserstoffe fehlen. Besonders gesund ist die Grapefruit auf leeren Magen, da hier sowohl der Appetit als auch die Verdauung angeregt werden.

100 Gramm Grapefruit enthalten 38 kcal und einen Wasseranteil von 89 Prozent. Kohlenhydrate, Proteine und Fette sind mit 7,4 Prozent bzw. 0,6 und 0,2 Prozent vertreten. Neben dem bereits erwähnten Vitamin C enthalten Grapefruit das Carotinoid Lycopin, das als Binder der freien Radikale gilt. Zudem sind auch B-Vitamine enthalten.

Vorsicht bei Medikamenteneinnahme!

Eine Besonderheit der Grapefruit ist ihre Wechselwirkung mit Medikamenten. Hintergrund sind die so genannten Furanocumarine, Inhaltsstoffe der Grapefruit, die rund ein Drittel der bekannten Medikamente in ihrer Wirkung verstärken. Betroffen sind neben dem Potenzmittel Viagra auch Herz-Kreislauf-Mittel, Antibiotika und Cholesterinsenker. Die  Furanocumarine vernichten genau die Enzyme im Darm, die für den Abbau der Medikamente zuständig sind, weswegen deren Wirkung deutlich stärker auftritt. Es ist aus diesem Grund unbedingt auf die Kombination aus Grapefruit und Medikamenten zu verzichten, da sonst lebensbedrohliche Folgen drohen.

Verbreitung der Grapefruit

Einer der Beinamen der Grapefruit lautet „Paradiesapfel“ bzw. im Lateinischen auch Citrus Paradisis. Es ist zu vermuten, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass die Frucht im 18. Jahrhundert erstmals in der Karibik, genauer gesagt auf der Insel Barbados, angetroffen wurde. Der kommerzielle Anbau begann dann um 1885 in Florida Heutzutage werden Grapefruit in erster Linie in den USA mit 90 Prozent der weltweiten Produktion angebaut. Die deutschen Importe stammen jedoch bevorzugt aus Spanien, Israel und Zypern. Daneben sind auch China, Indien, Jamaika und Südafrika als wichtige Anbaugebiete zu nennen.

Ähnliche Sorten: Orangen | Clementine | Mandarine | Zitrone

Kalorien und Nährwerte Grapefruit

Hier finden Sie die Nährwerte für Grapefruit. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.0g
6.0g
6.0g
1.4g
0.0g

31 kcal / 130 KJ
0.3 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Kohlenhydrate: 6.0%
  
 Ballaststoffe: 1.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 91.6%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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