Granatapfel

Granatapfel

Auch, wenn der Name etwas anderes vermuten ließe, ist der Granatapfel (lateinisch: Punica granatum) nicht mit dem Apfel verwandt. Da es sich um ein Mitglied aus der Familie der Weiderichgewächse handelt, sind der Hennastrauch und die Wassernuss.


Botanische Eigenschaften des Granatapfels

Obstkorb
Der Granatapfel, der auch Grenadine genannt wird, erhielt seinen Namen aufgrund seiner Färbung. Entsprechend steht das lateinische Wort puniceus auch für „purpurrot“.

Granatäpfel werden an einem Baum oder einem Strauch kultiviert, der maximal fünf Meter Wuchshöhe bei einer Breite von drei Metern erreicht. Beachtlich ist das Alter von mehreren Jahrhunderten. Die Blätter des Granatapfelstrauch können Längen von bis zu zehn Zentimeter erreichen und werden dabei maximal zwei Zentimeter breit. Weithin auffällig sind die orangefarbenen bis gelben, später dann auch pupurroten Blüten, die sich in der Form großer Glocken zeigen und sowohl im Frühjahr als auch im Sommer gebildet werden.

Hieraus entstehen dann auch die Früchte des Granatapfels, die sich mit zunehmender Reife von grün nach orangerot färben. In botanischer Hinsicht wird von einer Beere gesprochen, wenngleich kein Fruchtfleisch im eigentlichen Sinne gebildet wird. Im Inneren zeigt der Granatapfel vielmehr verschiedenen Kammern, die mit zahlreichen Samen gefüllt sind. Pro Frucht werden bis zu 400 Samen gezählt. Erntezeit für den Granatapfel ist zwischen September und Dezember.

Hierzulande lässt sich der Granatapfel ohne Probleme auch als Kübelpflanze anbauen. Wichtig ist allerdings, dass die Pflanzen viel Wärme, Sonnenlicht und eine hohe Luftfeuchtigkeit erhalten. Regelmäßiges Gießen ist erforderlich, wobei Staunässe vermieden werden muss. Den Winter müssen die Bäumchen unter einem Dach verbringen und sollten dabei nicht kälter als fünf Grad Celsius stehen.

Inhaltsstoffe des Granatapfels

Ab jetzt gesund
Der Granatapfel ist nicht nur dekorativ und wohlschmeckend, sondern auch gesund. 100 Gramm des frischen Obstes bringen es auf einen Brennwert von 74 kcal, bei einem Anteil von rund 17 Prozent Kohlenhydraten. Fett und Protein sind unterhalb der Prozentgrenze enthalten, zudem finden sich rund zwei Prozent Ballaststoffe.

Als Besonderheit kann der hohe Anteil an Flavonoiden gelten und auch Ellagitannine und Phenolsäuren zeichnen die Früchte aus. Darüber hinaus strotzt der Granatapfel nur so vor Vitamin C und versorgt den Körper auch mit Kalium, Calcium und Eisen.

Verwendung in unterschiedlichen Bereichen

Frau in der Küche
Anders als die meisten gängigen Obstsorten, lässt sich der Granatapfel nicht ohne Weiteres verzehren. Ein herzhafter Biss würde nicht schmecken, weswegen in erster Linie der Saft ausgepresst und getrunken wird. Gelegentlich stellt man hieraus auch eigenen  Granatapfelwein her.

Das Fruchtfleisch findet nur selten Verwendung und wird dann sowohl in Obstsalaten, zu Desserts aber auch als Beigabe zu verschiedenen Fleischgerichten genutzt.

Seine Verwandtschaft zum Hennastrauch zeigt der Granatapfel, wenn es um die färbenden Eigenschaften geht. In früheren Jahren wurden die Schalen für die Herstellung von Orientteppichen bzw. das Färben der Wolle eingesetzt, während aus den Wurzeln auch ein dunkelblauer Farbstoff gezogen werden kann. Grenadinesirup wiederum, ist als rot färbende Zutat in Bars beliebt und beispielsweise unverzichtbare Zutat für den Tequila Sunrise oder den Sex on the Beach und andere Cocktails.

Zuletzt ist auch die medizinische Wirkung von  Granatapfel zu erwähnen, die vor allem aus den vielen enthaltenen Polyphenolen resultiert und gegen verschiedenen Krankheiten helfen soll.

Herkunft und Verbreitung des Granatapfels

Wenn man so will, ließe sich der Granatapfel mit Fug und Recht als göttliche Frucht bezeichnen. In der griechischen Antike spielt die Frucht ebenso eine Rolle wie im Alten Testament und im Koran. Im Mittelalter wurde diese religiöse Konnotation dann noch ausgeweitet und so tragen sowohl das Jesuskind in Gemälden als auch manche Orden in ihren Wappen einen Granatapfel. So nimmt es nicht wunder, dass auch die Ursprünge der Pflanze im Westen und der Mitte Asiens sowie in der Mittelmeerregion und im Nahen Osten liegen.  Kultiviert wird das Obst heute ebenfalls in den Ursprungsregionen sowie – nomen est Omen – rund um die südspanische Stadt Granada.

Eine etwas unschöne Bedeutung verlieh der Granatapfel einem ursprünglich mit Schwarzpulver gefüllten Gefäß, das als Kriegswaffe eingesetzt wurde und wird: der Granate.

Kalorien und Nährwerte Granatapfel

Hier finden Sie die Nährwerte für Granatapfel. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.0g
15.0g
14.0g
2.0g
0.0g

68 kcal / 285 KJ
0.7 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Kohlenhydrate: 15.0%
  
 Ballaststoffe: 2.0%
  
 Andere (Wasser etc.): 82%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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