Broccoli

Broccoli

Der Name Broccoli klingt nicht nur italienisch, auch die offizielle lateinische Bezeichnung „Brassica oleracea var. Italica“ deutet auf die mediterrane Herkunft des Gemüses hin. In  unseren Breiten wird teils auch von Sprossen- oder Spargelkohl gesprochen, um den engen Verwandten des Blumenkohls zu beschreiben. Im Vergleich zu anderen Kohlsorten zeigen sich jedoch einige Unterschiede.


Botanische Merkmale des Broccoli

Der Broccoli ist dem Blumenkohl sehr ähnlich und bildet ebenfalls einen Kopf bzw. verschiedene kleinere Köpfe. Hier handelt es sich um die Blüten, die meist in verschiedenen Grüntönen vorliegen, seltener aber auch violett, gelb oder weiß ausfallen können.

Die Bezeichnung „Winterblumenkohl“ nimmt darauf Bezug, dass der Broccoli mehrfach im Jahr geerntet werden kann. Je nach Sorte kann bereits im März mit der ersten Aussaat begonnen werden. Die Erntezeit fällt dann in den Sommer, kann aber bis in den Spätherbst andauern. Entscheidend ist dabei, dass die Ernte vor dem Aufgehen der Blütenknospen erfolgt, denn anderenfalls lassen sich die Knospen nicht mehr genießen. Vor allem bei den Sommersorten droht ein Verpassen des richtigen Zeitpunkts, weswegen man möglichst täglich nach dem Broccoli Ausschau halten sollte.

Bei der Ernte sollte nicht nur die Sprossen, sondern auch zehn bis 15 Zentimeter von Strunk und Stielen abgetrennt werden. Beide lassen sich in manchen Fällen mitessen.

Der ideale Standort für Broccoli ist sonnig und windgeschützt. Zudem sollte man einen Lehmboden wählen, der reich an Nährstoffen ist. Ebenfalls wichtig ist ständige Feuchtigkeit und eine regelmäßige Lockerung und Düngung des Bodens. Zuletzt ist ein hoher Kalkgehalt von Bedeutung.

Der Nährstoffgehalt von Broccoli

Ab jetzt gesund
Beim Nährstoffgehalt von Broccoli muss zwischen rohem und gegartem Gemüse unterschieden werden. Der Brennwert liegt roh bei 28 kcal auf 100 Gramm, gekocht nur noch bei 22 kcal. Gleichbleibend ist der geringe Fettgehalt von 0,2 Prozent, während das Protein zwischen 3,5 Prozent (roh) und 2,8 Prozent (gegart) changiert.

Der Rohverzehr ist vor allem aufgrund des hohen Gehalts an Vitamin A zu empfehlen, dass beim Garen verloren geht. Des Weiteren sind diverse B-Vitamine, Vitamin C und E sowie Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphorm, vor allem aber das Spurenelement Chrom enthalten.  Zu den Besonderheiten zählen ein hoher Gehalt am indirekten Antioxidans Sulforaphan, dass das Krebsrisiko senken soll und dem „Jungbrunnen“ Coenzym Q10, das vieleorts auch separat als Anti-Aging-Mittel verkauft wird.

Broccoli in kulinarischer Hinsicht

Frau in der Küche
Beim Einkauf von Broccoli ist darauf zu achten, dass sich die Blütensprossen noch nicht gelb verfärbt haben, da sonst auch der Geschmack leidet. Da die Blüte auch noch nach der Ernte erfolgen kann, sollte das Gemüse stets dunkel und kühl gelagert werden. Überhaupt sollte der Verzehr möglichst schnell erfolgen und auch die Lagerung neben Äpfeln, Bananen, Tomaten oder anderen Ethylen produzierenden Sorten ist nicht zu empfehlen.

Wer Broccoli roh genießt, tut seiner Gesundheit zwar etwas Gutes, kann jedoch mit Bauchschmerzen bestraft werden. Alternativ lassen sich die kleinen grünen Sprossen auch für drei Minuten blanchieren.

Kulinarisch wird Broccoli klassischerweise gemeinsam mit Mandeln oder Pinienkerne zubereitet und als Beilage für Fleisch- oder Fischgerichte genutzt. Das Gemüse eignet sich jedoch auch als Belag für eine traditionell italienische Pizza, als Zutat für ein Pastagericht oder in überbackener Form für ein Gratin.

Geschichte des Broccoli

Gemüsekorb
Auch, wenn der Name etwas anderes vemuten lässt, stammt der Broccoli ursprünglich aus Kleinasien und nicht aus Italien. Hier wurde das Gemüse allerdings im Mittelalter erstmals bekannt und gelangte von dort als „italienischer Spargel“ nach Frankreich und England. Hintergrund dieses Namens ist der leicht spargelartige Geschmack der Stiele.

In den USA wurde Broccoli dann im 18. Jahrhundert eingeführt und Deutschland kam erst in den 1970er Jahren in den Genuss flächendeckender Popularität.

Der Anbau erfolgt in Europa vor allem in Italien, rund um die norditalienische Stadt Verona. Mittlerweile wird die Kohlsorten aber auch in Deutschland,  Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden geerntet. Weltweit haben jedoch China und Indien die Nase vorn.

Ähnliche Sorten: Blumenkohl | Rotkohl | Rosenkohl | Weißkohl

Kalorien und Nährwerte Brokkoli

Hier finden Sie die Nährwerte für Brokkoli. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

4.0g
0.2g
2.9g
1.9g
2.5g
0.0g

34 kcal / 142 KJ
0.3 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 4.0%
  
 Fett: 0.2%
  
 Kohlenhydrate: 2.9%
  
 Ballaststoffe: 2.5%
  
 Andere (Wasser etc.): 90.4%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Gemüse
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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