Blumenkohl

Blumenkohl

Karfiol, Käsekohl, Blütenkohl, Traubenkohl, Minarett-Kohl oder Italienischer Kohl  - der Blumenkohl trägt eine Reihe an Namen und weicht auch sonst ein wenig von den übrigen Kohlsorten ab. Unter botanischen Gesichtspunkten lässt sich von einer Zuchtvariante des Gemüsekohls sprechen, bei der sich der Blütenstand schon im ersten Jahr bildet. Werden die charakteristischen weißen Sprossen in dieser Phase nicht als Blütengemüse geerntet, so beginnt der Blumenkohl zu „schießen“ und blüht mit gelben Blüten.

Zu den engsten Verwandten des Blumenkohls zählt der Romanesco, bei dem es sich um eine italienische Variante handelt. Dieser ist nicht weiß, sondern grün und zeigt eine Form, die an Fraktalgrafiken erinnert. In Frankreich und Italien existieren zudem auch Varianten in violetter Farbe. Die weiße Farbe rührt daher, dass der Blumenkohl in Blätter eingehüllt ist, die die Bildung von Chlorophyll verhindern. Dieser Vorgang wird auch als „Bleichen“ bezeichnet.

Der Anbau von Blumenkohl

Feld
Der Anbau von Blumenkohl ist nicht ganz einfach, was mit den hohen Ansprüchen der Pflanzen zu tun hat. Zum einen bedarf es guter, humöser Böden, zum anderen sollte die Lage sehr sonnig und warm sein. Hinzu kommt, dass viel Dünger und Feuchtigkeit benötigt werden. Die Kultivierung erfolgt ein- bis zweijährig, wobei erstere Variante deutlich häufiger anzutreffen ist.

Erntezeit für Blumenkohl ist von Anfang Juni bis zum ersten Frost. Entsprechend lassen sich die Pflanzen bereits ab Januar oder Februar vorziehen und dann frostgeschützt auspflanzen. Bei der Ernte ist zu beachten, dass die Reifung von Blumenkohl nur selten gleichmäßig erfolgt. Somit lässt sich von einem Erntezeitraum von mehreren Wochen ausgehen. Um die oftmals auftretenden Krankheiten zu vermeiden, werden auch die Strünke mitgeerntet und dann vernichtet.

Die Nährstoffe des Blumenkohls

Gemüsekorb
Blumenkohl kann sowohl roh als auch gekocht verspeist werden. Die Verdaulichkeit ist in beiden Fällen hoch und der Geschmack ist dezent bzw. mild. Wer möchte, dass Blumenkohl auch beim Kochen seine weiße Farbe behält, gibt etwas Zitronensaft oder Milch ins gesalzene Wasser. Selbstverständlich lassen sich die kleinen Röschen auch frittieren oder anbraten, kurzum sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt.

Hierzulande besteht die klassische Darreichungsform des Blumenkohls in der Kombination mit Sauce Hollandaise oder zerlassener Butter. Gelegentlich kann auch Paniermehl hinzukommen.

Aus ernährungsphysiologischer Perspektive ist Blumenkohl mit nur 22 kcal auf 100 Gramm ein ideales Lebensmittel für eine Diät. Der Wasseranteil beläuft sich auf 91,7 Gramm, Fett liegt bei nur 0,3 Gramm und Kohlenhydrate und Proteine belaufen sich auf 2,3 bzw. 2,4 Gramm. Hoch ist hingegen der Anteil an Ballaststoffen mit 2,9 Gramm und auch Vitamin C und Mineralstoffe wie  Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen sind in hohem Maße enthalten. Abgerundet wird die Liste wertvoller Inhaltsstoffe durch Spurenelemente wie  Zink, Kupfer, Jod und Fluor.

Die Geschichte des Blumenkohls

Historisch betrachtet, stammt Blumenkohl aus Kleinasien, vermutlich Kreta, Zypern oder dem Süden Griechenlands, und wurde von dort im 16. Jahrhundert nach Italien gebracht. Kurz darauf folgte Frankreich und bis heute sind diese beiden Länder gemeinsam mit Spanien im Anbau europaweit führend. Ebenfalls zu den wichtigen Anbauländern zählen England, Polen und Deutschland. In globaler Perspektive haben China und Indien die Nase vorn und bedecken gefolgt von Ecuador und Mexiko die größten Bodenflächen mit Blumenkohl.

Ähnliche Sorten: Broccoli | Kohlrabi | Wirsing | Rotkohl

Kalorien und Nährwerte Blumenkohl

Hier finden Sie die Nährwerte für Blumenkohl. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

3.0g
0.0g
2.0g
2.0g
2.7g
0.0g

25 kcal / 105 KJ
0.3 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 3.0%
  
 Kohlenhydrate: 2.0%
  
 Ballaststoffe: 2.7%
  
 Andere (Wasser etc.): 92.3%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Gemüse
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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