Berberitzen

Berberitzen

Berberitzen (lateinisch Berberis), auch Sauerdorn genannt, sind hierzulande häufig in Form von Hecken anzutreffen, da sich der dicht wachsende Dornenstrauch hervorragend für den Heckenschnitt eignet. Die Sträucher kommen aber auch häufig wild wachsend im Gebirge und in lichten Wäldern vor. Dabei sind die länglichen, leuchtend roten Beeren des Strauches nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch zur Verwendung in der Küche geeignet.


Botanische Merkmale der Berberitze

Obstkorb
Bei den Berberitzen handelt es sich um eine ausgesprochen artenreiche Pflanzenfamilie, die über 450 verschiedene Arten umfasst. Es gibt sowohl immergrüne als auch laubabwerfende Arten. Am meisten verbreitet ist die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris). Die Pflanze ist robust und winterhart und ein beliebtes Ziergehölz, da sie im Frühjahr und Sommer gelbe, orangefarbene oder rote Blüten und im Herbst hübsche rote Beeren hervorbringt. Da es neben aufrecht wachsenden auch kriechende Berberitzen gibt, lässt sich für jeden Standort das Richtige finden. Die Höhe der Pflanzen reicht von 50 Zentimetern bis zu drei Metern.

Berberitzensträucher gedeihen sowohl auf sauerem als auch auf alkalischem Boden und selbst auf Kalkböden. Als Standort sollte ein halbschattiger bis sonniger Platz ausgewählt werden, damit sich die ganze Schönheit der Blüten entfalten kann und viele Beeren geerntet werden können. Der Boden sollte gut drainiert und durchlässig sein, damit es zu keinem Nässestau kommt. Ein allzu feuchter Boden ist das einzige, was die Pflanze nicht gut verkraftet. Eine mehrtägige Trockenheit ist allerdings ebenfalls zu vermeiden.

Beim Pflanzen sollten Torf, reifer Kompost und Stallmist eingearbeitet werden. Stickstoffreicher Dünger sorgt für ein schnelles Wachstum. Ansonsten sind die Sträucher sehr robust und erfordern wenig Pflege. Wenn Berberitzen nicht als Hecke gepflanzt werden, müssen sie nicht unbedingt geschnitten werden. Vermehrt werden die Pflanzen am besten durch Stecklinge. Eine Aussaat aus den Samen reifer Beeren ist ebenfalls möglich. Da die Blüten durch Insekten bestäubt werden, kann es dabei jedoch zu unerwünschten Kreuzungen kommen.

Inhaltsstoffe von Berberitzen

Durch den hohen Gehalt an Alkaloiden – vor allem Berberin und Berbamin – ist die gesamte Pflanze mit Ausnahme der Beeren giftig. Der Alkaloidgehalt ist in der Wurzel am höchsten, während das Fruchtfleisch und die Samen keine Alkaloide enthalten. Die roten Beeren sind ausgesprochen vitaminreich und enthalten insbesondere sehr viel Vitamin C.

Berberitzen in Medizin und Küche

Frau in der Küche
Da die ungiftigen Beeren der Berberitze reich an Vitamin C sind und zusätzlich leicht fiebersenkend wirken, werden sie häufig bei Erkältungskrankheiten genommen. Man kann sie entweder frisch oder getrocknet essen oder als Saft trinken. Der Saft hilft auch bei Zahnfleischentzündung, wenn er auf das Zahnfleisch aufgetragen wird.

Die Wurzelrinde wird als Tee oder Tinktur zubereitet und bei einer Reihe von Krankheiten und Beschwerden verordnet, besonders zur Stärkung der Galle und der Verdauungsorgane. Auch bei Erkrankungen der Leber und der Niere sowie bei Bluthochdruck, Kreislauf- und Menstruationsbeschwerden soll die Wurzel helfen. Da sie hochgiftige Wirkstoffe enthält, dürfen Zubereitungen aus der Wurzel nur unter ärztlicher oder therapeutischer Aufsicht eingenommen werden.

In der Küche werden Berberitzenbeeren mit ihrem frisch-säuerlichen Geschmack vor allem zur Herstellung von Marmeladen verwendet. Im Orient, vor allem im Iran, würzt man damit Reis, Fleischgerichte und Braten, denen man damit eine süßsaure Note verleiht.

Herkunft und Verbreitung von Berberitzen

Die Gewöhnliche Berberitze ist in ganz Europa und Asien weit verbreitet. Gewerblichen Anbau im großen Maßstab findet man hierzulande aber eher selten. Das Hauptanbaugebiet für Berberitzen liegt im Nordosten des Iran, wo die Beeren ein beliebtes Gewürz sind. Allein in Chorasan, dem Zentrum des Anbaugebietes, werden jährlich etwa 4.500 Tonnen der roten Beeren geerntet.

Kalorien und Nährwerte Berberitzen, getrocknet

Hier finden Sie die Nährwerte für Berberitzen, getrocknet. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

3.4g
2.8g
65.2g
64.8g
6.8g
0.0g

313 kcal / 1311 KJ
3.1 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 3.4%
  
 Fett: 2.8%
  
 Kohlenhydrate: 65.2%
  
 Ballaststoffe: 6.8%
  
 Andere (Wasser etc.): 21.8%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


Kommentare und Diskussionen

Kommentare Hier können Sie gern die Seite kommentieren, Fragen stellen oder über das Thema BMI diskutieren. Bitte halten Sie sich an die Netiquette.
comments powered by Disqus