Aprikose

Aprikose

Die Aprikose trägt – je nach Region – verschiedene Namen. In Österreich ist stets von Marillen die Rede, während Rheinhessen auch den Begriffe Malete kennt. Der lateinische Name Prunus armeniaca lässt dann aber erahnen, dass es sich um eine enge Verwandte der Pflaume handelt.


Botanische Charakteristik der Aprikose

Die Aprikose gedeiht an einem Strauch bzw. am Aprikosenbaum, der aber meist nur rund sechs maximal zehn Meter misst. Zwischen März und April zeigen sich bereits die blassrosa bis weißen Blüten aus denen schließlich die gelben bis roten Steinfrüchte entstehen. Eine kugelförmige Aprikose misst in aller Regel zwischen vier und acht Zentimetern im Durchmesser. Neben dem süßen Fruchtfleisch werden auch die Steine kulinarisch verwendet.

Im Vergleich zu anderem Steinobst wird die Aprikose früh geerntet. Im mediterranen Bereich   werden die ersten Früchte bereits Ende Mai genossen, hierzulande findet die Ernte allerdings erst zwischen Mitte Juli und Ende August statt. Zu unterscheiden sind eine Fülle von Sorten wie die Mombacher Frühe, die Aprikose von Nancy oder auch die Orangered und die Luizet.

Obstkorb
Beim Anbau im eigenen Garten ist auf einen warmen und windgeschützten Ort zu achten. Meist gedeiht eine Aprikose am Besten an einer Hauswand oder einer Mauer. Der Boden sollte einerseits locker und durchlässig sein, andererseits aber auch viel Wärme und Feuchtigkeit aufweisen. Lehmige Sandböden mit viel Humus und einem pH-Wert von 7,5 gelten dabei als ideal.

Wichtig in der Aufzucht ist das Zurückschneiden. Da die Aprikose keinen Frost verträgt, können zu kalte Temperaturen die Fruchtentwicklung beeinträchtigen. Hinsichtlich der Flüssigkeitszufuhr dürfen die Böden nicht nass sein, jedoch braucht die Wurzel jederzeit ausreichend Wasser.

Alles in allem gilt die Aprikose eher als empfindlich und kommt auch nicht gut mit Luftverschmutzung zurecht. Auch die Düngung ist hin und wieder erforderlich, was auf den hohen Nährstoffbedarf der Aprikose zurückzuführen ist.

Gesunde Inhaltsstoffe in der Aprikose

Wenngleich die Aprikose durch ihren süßen Geschmack eine echte Delikatesse ist, erfolgt der Genuss ohne Reue. 100 Gramm enthalten lediglich 44 kcal und einen Anteil von acht Prozent Kohlenhydraten. Eiweiß ist mit rund 0,9 Prozent, Fett sogar nur mit 0,1 Prozent vertreten.

Hinsichtlich ihres Gehalts an  Carotinoiden, Mineral- und Ballaststoffen ist die Aprikose die unangefochtene Königin unter den Früchten. Mit Kalzium, Phosphor, Eisen sowie Vitamin C und Provitamin A wird ein regelrechter Cocktail an wertvollen Substanzen aufgeboten. Des Weiteren sind Niacin, Folsäure sowie Vitamin B5 zu nennen.

Verwendung von Aprikosen in der Küche

Frau in der Küche
Bevor die  Aprikose in der Küche Verwendung findet, sollten die Früchte reif geerntet worden sein. Der ideale Zeitpunkt ist am frühen Morgen.

Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Schale keine Beschädigungen aufweist und ein intensiver Geruch verströmt wird. Die Lagerung sollte nicht im Kühlschrank erfolgen, da sonst das Aroma verloren geht.

Ansonsten ist die Verwendung überaus vielseitig und reicht von süßen Kompotten, Konfitüren und Likören über Fleischgerichte, Chutneys bis hin zur Salateinlage und kleinen Häppchen, bei denen die  Aprikose beispielsweise mit einem würzigen Schafskäse kombiniert wird. Ein Klassiker sind dabei die österreichischen Marillenknödel.

Neben dem frischen Obst, lässt sich die Aprikose auch in getrockneter Form kaufen und auch die Kerne finden Verwendung. Aprikosenkerne sind teilweise süß und werden neben dem Rohverzehr auch für die Herstellung von Persipan verwendet. Die bitteren Kerne finden teilweise therapeutische Verwendung, sind jedoch aufgrund ihres Gehalts an Blausäure umstritten.

Geschichte der Aprikose

Die Aprikose stammt ursprünglich aus China, wenngleich der Begriff auf das lateinische praecox für frühreif zurückzuführen ist. Der Begriff gelangte von hier über das Byzantinische ins Arabische und wieder zurück in die romanischen Sprachen Europas.  In Armenien wurde die  Aprikose jedoch auch schon in der Antike kultiviert.

Heute werden Aprikosen vor allem in der osttürkischen Provinz Malatya angebaut. Hinter der Türkei rangieren weltweit der Iran, Usbekistan und Italien, doch werden auch Früchte in Ungarn, Österreich und der Schweiz kultiviert.

Ähnliche Sorten: Pfirsich | Pflaume | Sauerkirschen | Süßkirschen

Kalorien und Nährwerte Aprikose

Hier finden Sie die Nährwerte für Aprikose. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

1.0g
0.0g
9.0g
9.0g
1.0g
0.0g

42 kcal / 176 KJ
0.4 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 1.0%
  
 Kohlenhydrate: 9.0%
  
 Ballaststoffe: 1.0%
  
 Andere (Wasser etc.): 89%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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