Apfel

Apfel

Der Apfel ist in punkto Verzehrmenge die unangefochtene Nummer eins unter den Obstsorten. Kein anderes Obst wird hierzulande so hoch geschätzt, was sicherlich auch mit den Fülle an essbaren Sorten und Züchtungen zu tun hat. In botanischer Hinsicht handelt es sich um ein Kernobst, das zu den Rosengewächsen zählt. Entsprechend kann man in der Tat Äpfel und Birne miteinander vergleichen, denn beide sind enge Verwandte. Ebenfalls zu den Verwandten des Apfels zählen die Quitte und die Hagebutten. Abseits diverser wild wachsender Apfelsorten, wird hierzulande insbesondere der Kulturapfel (lateinisch „Malus domestica“) wirtschaftlich genutzt.

Der Apfel in botanischer Hinsicht

Obstkorb
Der Apfel wächst am Apfelbaum, der naturbelassen zwischen acht und 15 Meter hoch wächst. In der Praxis werden Apfelbäume jedoch durch Schnitt in unterschiedliche Formen gebracht und vor allem niedrig gehalten, um die Früchte besser ernten zu können. Die Blüten zeigen sich im Mai und Juni und präsentieren sich in weißer oder leicht rosa Farbe. Lediglich fünf Prozent der bestäubten Blüten reifen schließlich zum Apfel, was jedoch zur vollen Ernte ausreicht.

Es lässt sich dabei nicht von echten Früchten sprechen, da nicht der Fruchknoten, sondern die Blütenachse ausreifen. Unter biologischem Gesichtspunkt ist daher von einer Scheinfrucht zu sprechen.

Ein Apfel reift auch nach der Ernte noch nach und sorgt durch das freiwerdende Ethen auch für die Reifung anderen Früchte. Das Gerücht, dass die Apfelkerne aufgrund ihres Blausäuregehalts nicht verzehrt werden sollten, wurde jedoch mittlerweile durch die Forschung entkräftet.

Neben den Äpfeln mit ihrem weißen, süßen Fruchtfleisch, lässt sich auch das Holz des Apfelbaums nutzen und zählt zu den Edelhölzern.

Geschmack und Inhaltsstoffe des Apfels

Der Geschmack eines Apfels hat viel mit der Sorte zu tun und changiert zwischen Süße und Säure. Die verschiedenen Obstsorten unterscheiden sich auch in ihrer Lagerbarkeit und der Konsistenz. Vorherrschende Sorten mit einem Marktanteil von zusammenaddiert 70 Prozent des deutschen Warenangebots sind der Golden Delicious, der Jonagold und der Red Delicious. Ebenfalls gebräuchlich sind der Gala, Granny Smith, Elstar und Cox Orange.

Die Inhaltsstoffe im Apfel setzen sich aus 85 Prozent Wasser, 11,4 Prozent Kohlenhydraten sowie einem Prozent Ballaststoffen und 0,4 Prozent Fett zusammen. Hinzu kommt ein Anteil von 0,3 Prozent Eiweiß. Der Brennwert beträgt zwischen 52 und 55 kcal. Beliebt ist der Apfel vor allem aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin C, doch auch Calcium, Magnesium und Kalium sind in überdurchschnittlichen Quantitäten enthalten.

Neben dem rohen Verzehr der Früchte wird der Apfel zu Apfelsaft oder Apfelkompott verarbeitet und landet zudem oftmals in Desserts oder Kuchen.

Auch wird der Apfel bereits seit Jahrtausenden als Heilpflanze genutzt und wirkt sowohl bei Herz- und Gefäßkrankheiten als auch vorbeugend gegen Diabetes und einigen Krebsarten.

Die „Magie“ des Apfels

Frau in der Küche
Eine reine Reduzierung des Apfels auf seinen Nährwert oder seine kulinarische Verwendung, würde der Bedeutung dieser Obstsorten nicht annähernd gerecht. Bereits im Alten Testament galt der Apfel als Frucht des Baumes der Erkenntnis und wurde von Eva trotz Gottes Verbots verspeist. Auch in der Antike galt der Apfel als Symbol für Fruchtbarkeit und Sexualität und taucht zudem in zahlreichen Märchen auf. Darüber hinaus spricht man von einem „Zankapfel“, davon, dass der „Apfel nicht weit vom Stamm fällt“ und Kaiser trugen stets neben ihrem Zepter auch den Reichsapfel als Symbol ihrer Macht.

Der Apfel stammt in seiner wilden Form ursprünglich aus Asien, wurde jedoch bereits von den alten Römern in Mitteleuropa kultiviert. Seit dem 16. Jahrhundert ist der Apfel ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und in Deutschland wurden Ende des 19. Jahrhunderts die Grundlagen für den heutigen Anbau in Plantagen gelegt.

Weltweit rangieren China und die USA in der Produktion an erster Stelle, gefolgt von der Türkei, Italien und Indien. Wenngleich der Apfel in Deutschland so beliebt ist, liegt die Bundesrepublik mit ihrem Anteil an der weltweiten Produktion lediglich auf dem 14. Rang (Stand: 2010).

Ähnliche Sorten: Quitte | Birne | Hagebutte | Aprikose | Pflaume

Kalorien und Nährwerte Apfel

Hier finden Sie die Nährwerte für Apfel. Für weitere Informationen öffnen Sie die Kalorientabelle. Dort haben Sie auch die Möglichkeiten die Mengen umzurechnen oder in den Kalorienrechner einzufügen.

Nährwerte pro 100g

Eiweiß:
Fett:
Kohlenhydrate:
    davon Zucker:
Ballaststoffe:
Alkohol:

Kalorien:
Energiedichte:

0.4g
0.2g
11.0g
10.4g
2.4g
0.0g

52 kcal / 218 KJ
0.5 kcal/g
Energiedichte:

Die Energiedichte gibt an wieviel Kalorien in 1g des Lebensmittels stecken. Je höher der Wert desto weniger sollte man davon verzehren. Zum Sattessen eigenen sich besonders die Lebensmittel mit grüner Energiedichte.

Legende der Symbole:

0 bis 1.5 kcal/g
- uneingeschränkt
1.6 bis 2.3 kcal/g
- in Maßen
ab 2.4 kcal/g
- selten

Getränke stellen hier eine Ausnahme dar. Da diese nicht zur Sättigung beitragen ist die Energiedichte bereits ab 0.1 kcal/g hoch und damit nur selten zu verzehren.

Nährwertverteilung pro 100g

  
 Eiweiß: 0.4%
  
 Fett: 0.2%
  
 Kohlenhydrate: 11.0%
  
 Ballaststoffe: 2.4%
  
 Andere (Wasser etc.): 86%


alle Sorten in der Übersicht

Kategorie: Obst
Erscheinungsdatum:
Autor: Textfisch -


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