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Sektion 1: Low Carb kennenlernen

Was ist Low Carb und warum habe ich damit abgenommen?
Umstellung auf Low Carb

   

Es ist kein Geheimnis oder dunkle Magie: mit Low Carb nehmen Sie ab ohne zu Hungern, ohne Selbstgeiselung und ohne JoJo Effekt. Ich erkläre Ihnen warum eine herkömmliche Diät nicht funktioniert und was Low Carb leistet. Ausserdem erzähle ich Ihnen meine persönliche Low Carb Geschichte. Ich spreche also aus Erfahrung!

Herkömmliche Diäten

BMI-Rechner.net Low Carb Alle Diäten haben den Ansatz Kalorien zu sparen um überschüssiges Fett zu verlieren. Theoretisch ist das richtig: wer weniger Energie zu sich nimmt als er für den Grund- und Leistungsumsatz benötigt verliert Gewicht. Nur ist das mit der fehlenden Energie immer so eine Sache. Schauen wir mal warum:

Zuerst werden Kalorien typischerweise am Fett eingespart, Fett hat ja auch mit 9kcal pro g die höchste Energiedichte aller Nährstoffe. Dieses eingesparte Fett wird dann durch Kohlenhydrate, meist Vollkorn, ersetzt. Fett ist aber nicht nur ein Geschmacksträger sondern sättigt in Kombination mit Eiweiß und Ballaststoffen hervorragend. Das können Kohlenhydrate nicht leisten: bereits nach einiger Zeit bekommt man durch den schlagartig fallenden Blutzuckerspiegel wieder Hunger. Wir dürfen aber noch nichts essen - wir frusten. Sie kennen das sicherlich wenn Sie bereits eine solche Diät Tortur hinter sich haben: man giert förmlich auf die nächste Mahlzeit - und auch diese wird nach kürzester Zeit wieder Hunger auslösen. Das liegt an den Kohlenhydraten und an der zusätzlich reduzierten Menge an Nahrung. Auch wenn Vollkorn gesund ist spielt die Menge eine große Rolle. Früh Vollkornbrot, mittags Vollkornnudeln und abends Vollkornreis sind eindeutig Schuld am ständigen Hunger und an der Gier nach der nächsten Mahlzeit.

Eine herkömmliche Diät ist demnach nichts anderes als "Fett raus - Kohlenhydrate rein - und von dem Ganzen etwas weniger". Das kann nicht gutgehen. Wir haben ständig Heißhunger, wir frieren, schieben Frust und sind eigentlich zu nichts zu gebrauchen. Für viele Menschen, die das ganze schon mehrmals durchgenudelt haben ist das normal. "Es gehört halt dazu". Was passiert eigentlich im Körper bei dieser abgefetteten Körnerfresserei?

BMI-Rechner.net Low CarbUnser Körper ist ungefähr auf 2.000 kcal Energie am Tag angewiesen. Dieser zieht er sich aus den Nährstoffen mit denen wir den Körper füttern. Wenn wir unsere Energiezufuhr auf bsp. 1.500 kcal am Tag senken schaltet der Körper auf ein Notprogramm. So ungesund wie es sich anhört so ist es auch. Dieses Notprogramm sorgt dafür das der Körper seine Vitalfunktionen drastisch reduziert - er muss ja jetzt mit weniger auskommen. Das schafft er auch - aber zu welchem Preis? Wir haben ständig Hunger, sind mieß gelaunt und frieren. Gerade das Frieren ist ein sicheres Zeichen dafür das das Notprogramm läuft. Die Erzeugung von Wärme wird ja nun vom Körper auch eingespart. Wir verlieren zwar anfangs etwas an Gewicht nur ist das kein Fett sondern zuerst Wasser und dann Muskelmasse. Der Körper klammert sich an seine Fettreserven - die möchte er eigentlich garnicht hergeben. Muss er auch nicht, da sich der Energieumsatz auf die zugeführte reduzierte Energie angepasst hat. Das erklärt auch warum die meisten zwar am Anfang abnehmen (Wasser + Muskeln), es dann aber im weiteren Verlauf schwerer haben Gewicht zu verlieren.

Wird irgendwann wieder normal gegessen passt sich der Körper aber nicht sofort an. Er arbeitet weiter im Energiesparmodus denn er möchte sich für den nächsten Notstand rüsten. Was passiert also wenn wir 2.000 kcal zu uns nehmen, der Körper aber nur 1.500 kcal benötigt? Genau, der Rest wandert ungebremst auf die Hüfte. Der JoJo Effekt tritt ein. Und das ist gleich doppelt schlimm: wir nehmen wieder zu, teilweise sogar mehr als wir vorher gewogen haben und wir haben den Körper durch diese dusselige Diät geschröpft und geschwächt.

Ich kann solche Diäten überhaupt nicht empfehlen. Sie sind gesundheitlich sehr bedenklich und machen insgesamt auf dem Prüfstand keine gute Figur.

Da gabs doch was in der Apotheke?

Gewicht zu verlieren und dieses auch zu halten ist keine Kunst sondern einfach nur Nährstoffkunde. Dafür brauchen Sie keine Pillen. Diese sind teuer und die meisten Wirkungen nicht belegt oder sehr marginal.

Kohlenhydrate sind der Schlüssel

BMI-Rechner.net Low CarbViele Funktionen im Körper basieren auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr. Diese wird bei herkömmlichen Diäten künstlich zu Gunsten der Kohlenhydrate gedehnt. Was die wenigsten aber wissen:

  • große Mengen an Kohlenhydrate stören den Fettstoffwechsel
  • Raffinierte Kohlenhydrate sorgen für Heißhunger
  • große Mengen an Kohlenhydrate sorgen dafür das wir schneller wieder Hunger bekommen und nicht richtig satt werden
  • in unserer menschlichen Evolution haben wir uns zu 99.5% von bedeutend weniger Kohlenhydraten ernährt. Unsere Gene befinden sich noch auf dem Stand wie vor 40.000 Jahren - also noch sehr lange vor dem Ackerbau. Kann sich der Körper in dieser kurzen Zeit anpassen?
  • Kohlenhydrate sind der einzigste Nährstoff den der Körper nicht benötigt - er kann Sie im Gegensatz zu einigen wichtigen Fetten und Eiweißen selbst produzieren
  • Kohlenhydrate machen fett und krank

Auch wenn das ganze sehr plakativ wirkt - es ist die Wahrheit. Nachzulesen im Internet und in diversen Büchern - immer belegt durch entsprechende Studien und wissenschaftliche Arbeiten.

Low Carb Diät

Low Carb bedeutet nichts anderes als "low carbohydrates" - also "wenig Kohlenhydrate". Low Carb hat nicht zwangsläufig das Ziel Kohlenhydrate zu vermeiden. Nein, diese werden nur reduziert und gegen hochwertige Kohlenhydrate ersetzt. Es gibt aber verschiedene Low Carb Diäten die die maximale Kohlenhydratzufuhr anders bewerten.

Wass passiert im Körper bei Low Carb?

Durch die Reduzierung der Kohlenhydrate kann der Körper nun seine Stoffwechselfunktion optimal und effektiv ausführen - vorausgesetzt das die fehlende Kohlenhydratenergie durch mehr Fett und Eiweiß ersetzt wird.

Meine Geschichte

BMI-Rechner.net Low Carb

Du hast Übergewicht!

Im Herbst 2012 stellt ich fest das ich mal wieder gut 8 kg zugenommen habe - von 82 auf 90kg. Das ich Übergewicht hatte musste mir der BMI nicht sagen, das sah man auch ohne ihn. Meine Essgewohnheiten waren bis dahin klassisch. Nudeln, Kartoffel, Reis, Müsli in Kombination mit reichlich Fett - und das ganze auch noch verstärkt am Abend. Soweit war das ganze alles kein Problem.

Eine Diät musste her!

Nun versuchte ich die 8kg wieder loszuwerden. Ich ersetzte die warmen Mahlzeiten abends vorwiegend gegen Brot mit fettarmer Wurst. Ich ernährte mich ab sofort wie bei einer klassischen Diät mit Volkornprodukten, Obst, Gemüse, magerem Fleisch und massenhaft Joghurt. Hungern und frieren wollte ich nicht - also versuchte ich durch ballaststoffreiches Brot den Hunger so lange wie möglich hinzuhalten. Soweit hat das ganze auch gut geklappt. Spaß hatte ich nicht mehr an meiner Ernährung - die ständige Körnerfresserei hing mir schon nach 2 Wochen zum Hals heraus. Auch griff ich gern zu Light Produkten die überhaupt nicht schmeckten und für noch mehr Frust sorgten.

Die Ernüchterung

Nach 8 Wochen Diät stieg ich das erste Mal wieder auf die Waage - 88kg. Ups, dachte ich mir. 2kg in 8 Wochen mit dieser eigentlich gesunden Ernährungsweise? Ich kannte mein Körper, das war eindeutig zu wenig. Abgesehen davon war ich schlapp und auch nicht wirklich mehr für diese Kohlenhydratfresserei zu haben. Ich wollte wissen warum ich quasi nichts abgenommen hatte obwohl ich mich von fettarmen Lebensmitteln, gepaart mit vorwiegend vollwertigen Kohlenhydraten ernährt hatte.

Alles Käse!

BMI-Rechner.net Low CarbMeine Nichte hatte ein paar Jahre zuvor mit der Atkins Diät richtig viel Gewicht verloren - die genauen Zahlen habe ich nie erfragt. Ich sah Sie eigentlich nur am Käse naschen, ständig ein Würstchen in der Hand und auch sonst sah ihre Ernährung für mich nicht gerade gesund aus. Ich kannte Sie nur pummelig und nun war sie rank und schlank. Das war die Zeit in der die Atkins Diät bei uns Mode war und jeder von ihr sprach - natürlich nur im negativen Sinne. Von der Presse zerpflückt und von Ernährungswissenschaftlern als ungesund abgestempelt hatte Atkins keinen guten Stand. Auch nicht bei mir. Dieses fette Fleisch, Käse und Wurst kann ja nicht gesund sein - so dachte ich damals. An meine Nichte und deren Erfolg erinnerte ich mich nun wieder und suchte im Internet nach Informationen zu dieser Atkins Diät. Ich empfand sie als radikal, am Anfang keine Kohlenhydrate und dann später maximal 20g. Was sind 20g? Nichts, wenn man berücksichtigt das viele Lebensmittel kleinste Mengen an Kohlenhydraten enthalten. Rechnet man aber die Menge auf einen Tag so kommt man schnell auf 30-50g - ohne eine einzige Nudel oder eine Scheibe Brot verzehrt zu haben. Das gefiel mir nicht - "da komme ich ja vom Regen in die Traufe" - so dachte ich. Ein Punkt hat mich aber interessiert - warum hat diese Diät Kohlenhydrate vermieden und dabei so vielen Menschen beim Abnehmen geholfen? Das war ja nicht von der Hand zu weisen, das Internet war voll mit "endlich habe ich es geschafft" oder "mit Atkins 30kg abgenommen". Ausserdem erinnerte ich mich an meine ranke und schlanke Nichte.

Der dicke Onkel

Ich sprach diesbezüglich mit meiner Nichte. In Ihrer Ernährung spielte Atkins selbst keine Rolle mehr - lediglich die Kohlenhydrate waren passé. Der dicke Onkel meiner Nichte, also ich, begann sich mit Hilfe von Büchern und Internetartikeln durch das große Thema Kohlenhydrate und Low Carb zu wühlen. Ich wurde schnell fündig, viele Argumente die für Low Carb sprachen akzeptierte ich weil sie einfach nur logisch waren. An Hand meiner 8 Wochen Körnerfresserdiät konnte ich diese Argumente beführworten - alles was die schrieben stimmte. "Heißhunger", "niemals satt" oder "Kohlenhydrate machen fett" konnte ich beweisen - an mir.

Der Ackerbau

BMI-Rechner.net Low Carb Es gab drei Gründe warum ich von Low Carb überzeugt war ohne auch nur eine einzige Mahlzeit danach ausgerichtet zu haben. Der erste Grund ist der Fakt das sich unsere menschliche Evolution auf dem Stand wie vor 40.000 Jahren befindet. Seit dem haben sich unsere Gene nicht verändert. Der Ackerbau und seine Auswüchse ist aber erst 11.000 Jahre alt, kam also bedeutend später. Unser Körper muss nun diese ganze Kohlenhydratmast mit Genen bestreiten die darauf garnicht ausgelegt sind. Unser Körper kann durchaus Kohlenhydrate verwerten, die haben unsere Vorfahren auch schon vor 2 Millionen Jahre gegessen. Aber nicht in Form von Mehl, Nudeln oder Cola - sondern in natürlicher Form in Wurzeln, wildem Gemüse und Obst. Diese Kohlenhydrate stellen für den Körper auch kein Problem dar. Unsere Vorfahren mussten sich Ihre Nahrung in Form von Bewegung erstmal verdienen. Da gab es keinen Kühlschrank oder Lieferdienste - Bewegung war nötig um an Nahrung zu kommen. Heute undenkbar aber unsere Gene ticken noch nach diesem Muster. Einige Kritiker meinen das man es nicht nachweisen kann - vielleicht hat der Körper sich bereits angepasst? Warum setzen wir dann noch so viel Fett an? Warum haben wir Diabetes und Glutenunverträglichkeit? Warum haben wir Probleme mit dem Herz- Kreislaufsystem? Bestimmt nicht durch Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Milchprodukte.

Vertraue auf die Natur

Die Natur hat uns mit einem Programm versorgt, welches aus Fett und Eiweiß sogenannte Ketone, eine Art Zuckerersatz, selbst bilden kann. Dies macht er immer dann wenn keine Kohlenhydrate zugeführt werden und unser Zuckerspeicher leer ist. Die Phase der Ketogenese lässt sich auch wunderbar mit sogenannten Keto-Sticks (Apotheke) nachweisen. Aber auch der komplette Verzicht an Kohlenhydraten ist nicht im Sinne unserer Natur. Interessant ist aber das Argument, das der Körper auf Kohlenhydrate theoretisch verzichten kann, auf Fett und Eiweiß aber nicht. Für mich der zweite Grund warum Low Carb funktionieren könnte. Ich recherchierte weiter:

Keine Beweise für Kohlenhydratmast

Übergewicht, Diabetes und Glutenunverträglichkeit sind die am häufigsten vorkommenden Erscheinungen aus der Kohlenhydratmast. Wir verzichten auf hochwertige Fette und Eiweiße zugunsten der minderwertigen und auch vollwertigen Kohlenhydrate. Was wir in der Schule gelernt haben und was heute noch gepredigt wird kann man getrost vergessen. Es gibt keine vernünftige Studie oder wissenschaftliche Arbeit die unseren großen Verzehr an Kohlenhydraten rechtfertigen würden. Keine. Dagegen gibt es aber Studien, die kohlenhydratreduzierte Kost als gesünder und ausgeglichener darstellt. Viele Menschen konnten mit Low Carb überschüssiges Gewicht verlieren und ihre Blutfette resp. das komplette Blutbild wieder in normale Werte bringen. Dazu bedarf es nicht einmal einer Studie: lassen Sie Ihr Blut vor und 4 Wochen nach der Low Carb Umstellung untersuchen. Ohne es vorweg zu nehmen: Sie werden trotz stärkeren Fett- und Eiweißverzehr überrascht sein - und Ihr Arzt erst!

Weitere Gründe?

Während meiner Körnerfresserdiät hatte ich ständig Hunger. Wie oben beschrieben gierte ich regelrecht nach der nächsten Mahlzeit. Das war nichts anderes als Heißhunger. Keiner der sich Low Carb ernährte hatte jemals wieder Heißhunger, geschweige denn überhaupt Hunger ausserhalb der Mahlzeiten. Low Carb bietet sehr große Abwechslung bei optimaler Nährstoffzufuhr und langem Sättigungsgefühl. Sie glauben mir nicht? Dann essen Sie zum Frühstück eine Schüssel Müsli oder Cornflakes, meinetwegen auch mit Zucker, dazu ein Glas Orangensaft und ein Brötchen mit Wurst oder Marmelade. Essen Sie am nächsten Tag stattdessen 2 Eier mit magerem Schinken oder Champignons, eine gute Portion Quark mit Erdbeeren und dazu eine Scheibe Low Carb Brot mit Käse, Wurst oder was auch immer. Ich kann Ihnen diesen Test nur ans Herz legen.

Weitere Gründe gibt es, musste ich aber nicht suchen. Ich erkannte was meine Diät eigentlich gemacht hat: ich war nie satt, ständig gefrustet und mir war immer kalt. Das kann doch nicht gesund sein? Warum verliere ich kein Gewicht wenn ich mich an dieser ausgeklügelten Körnermast beteilige? Die 8 Wochen waren schon nicht einfach. Vielleicht habe ich immer noch viel gegessen? Das glaube ich nicht, die Mengen die ich verzehrt hatte waren zwar nicht wenig aber auch nicht viel. Ich bewegte mich ständig an der Grenze zwischen Motivation und Resignation. Ich brauchte nun keinen Grund mehr um meine Ernährung auf eine Natürlichere umszustellen.

Meine Umstellung

BMI-Rechner.net Low CarbIch stellte mich relativ schnell auf Low Carb ein - in nur 24 Stunden hatte ich die komplette Küche einmal auf links gedreht und mit kohlenhydratreduzierten Lebensmitteln bestückt. Es konnte losgehen. Ich war gespannt was passierte. Zuerst hatte ich es natürlich übertrieben. Kohlenhydrate lies ich so gut wie ich es konnte komplett weg und versuchte in die Ketogenese zu gelangen. Die Keto-Sticks gaben mir Recht - ich war kohlenhydratfrei. Ich war so froh wie ein Raucher der seit Tagen nicht mehr paffte. Die Ketogenese habe ich aber nicht lange durchgehalten - viele Milchprodukte musste ich weglassen und Obst war auch paseé. Ich belaß mich weiter - gefühlte 2 Woche klebte ich in den Büchern fest um das "neue Food" für mich zu optimieren. Die von Dr. Nicolai Worm aus dem amerikanischen abgewandelten Low Carb Version "Die Logi Methode" stieß bei mir auf die beste Akzeptanz.

Alle Low Carb Diäten hatten den selben Ansatz: Kohlenhydrate reduzieren. Einige Diäten schoßen mir aber über das Ziel hinaus. So ist die ketogene Diät und auch die Atkins Diät auf sehr niedrigen Kohlenhydratverzehr ausgelegt. Die LOGI Methode erlaubte großzügige 100g am Tag - nicht viel aber auch nicht wenig. Ich überlegte wieder was denn der natürlichste Weg sei und welche Diät der menschlichen Evolution am Nächsten kam. Bitte entscheiden Sie selbst wie Sie Low Carb umsetzen. Die Grenze von 100g sollte dabei aber fast immer eingehalten werden da es sich sonst nicht mehr um Low Carb handelt und die Vorteil flöten gehen.

Was passierte in den ersten Wochen?

Bereits nach einem Tag merkte ich wie satt ich war. Vielleicht war ich ja nur ausgehungert durch diese komischen Körner- und faden Gemüsemahlzeiten. Wie auch immer, Hunger spielte bei mir keine Rolle mehr. Es gab Tage da musste ich mich zum Essen zwingen - so satt war ich noch von der letzten Mahlzeit. Langsam stellten sich Nebenwirkungen ein: ich hatte tagelang leichte Kopfschmerzen und auch so fühlte ich mich irgendwie schlapp. Ich belaß mich im Internet und scheinbar bin ich nicht der Erste mit diesen Nebenwirkungen. Bei anderen Low Carb Umstellern sprießten Pickel wie Pilze aus dem Boden, einige sprachen von Unlust und Demotivation. Da diese Phase aber bei Allen irgendwann mal beendet war blieb ich motiviert am Ball. Ich ernährte mich nun nach Low Carb Richtlinien und hatte die Logi Methode als Vorbild. Die Low Carb Logi Pyramide half mir immer wenn ich nicht genau wusste was ich essen durfte und was nicht. Wobei "durfte" es nicht richtig trifft. Alles waren nur Empfehlungen, strenge Regeln gab es nicht. Ich konnte meine Ernährung flexibel gestalten - nur diese 100g galt es einzuhalten. 2 Wochen nach der Umstellung war der Körper eingestellt. Ich hatte keine Kopfschmerzen mehr - um es auf den Punkt zu bringen: es ging mir noch nie so gut. Kein Heißhunger und auch keine Mittagsmüdigkeit - alle Nebenwirkungen meiner Kohlenhydratvergangenheit waren wie weggeblasen. Nichts von den alten Lasten spürte ich noch. Ich kam mir vor wie neugeboren - so abgedroschen wie es auch klingt, es war so.

Die Pfunde purzeln

BMI-Rechner.net Low CarbZu Low Carb bin ich wegen der damals mißglückten Diät gekommen. Ich hätte auch kein Problem gehabt mit 90kg durch die Botanik zu laufen, es war offiziell zwar Übergewicht aber das verteilte sich ganz gut und so richtig schlimm empfand ich es nicht. Trotzdem habe ich mich so dermaßen über diese dämliche Diät geärgert, dass ich ihr es irgendwie heimzahlen wollte.

Als ich Low Carb begann und ich feststellte was seitdem in meinem Körper so alles positiv ablief, war der Gedanke vom Abnehmen weg. Ich war so fasziniert wie gut das ganze klappte und wie gesund ich mich fühlte. Nach 1 Monat kam mir dann aber ein Verdacht: die Hose rutschte. Das erst mal seit Jahren das meine Hose rutscht. Ich stieg auf die Waage und stellte fest - irgendeiner hat mir 3 kg gemopst. Wahrscheinlich Wasser und Muskelmasse - wie immer" dachte ich. Also stiefelte ich zum Arzt und bat um eine Körperfettanalyse und ein Blutbild - wenn dann richtig. Ich war überrascht, der Körperfettanteil war gesunken und die Blutwerte waren bestens. Mein Arzt kannte meine Ernährung und war weniger überrascht. Er predigt selbst immer Low Carb - was sehr selten für seine Zunft ist. Ich habe der Sache aber noch nicht ganz getraut und meinen Körper auf Muskelmasse untersucht. Ich spürte beim Treppenlaufen und auch beim Bewegen des Arms das die Muskeln nicht abgenommen haben. Selbst bei vorwiegend sitzender Arbeit konnte ich dank des erhöhten Eiweißkonsums meine Muskulatur sogar verbessern.

Nach 3 Monaten war mein Gewicht auf gesunde 80kg gerutscht. Mein Ziel war nun doch noch erreicht obwohl ich es primär garnicht mehr verfolgte. Es geschah im Hintergrund. Viele Dinge im Leben pegeln sich ein wenn man es nur zulässt und nicht aller 3 Minuten darüber nachdenkt. Ich wollte eigentlich nur der Kohlenhydratmast ein Ende setzen und endlich wieder das essen was ich wollte.

Warum habe ich abgenommen?

Das ist recht leicht zu verstehen. Eiweiß, Fett und Ballaststoffe sind extrem sättigende Nährstoffe - wenn man sie kombiniert. Ich war noch nie so satt wie mit Low Carb. Auch wenn Fett mehr Kalorien pro Gramm hat als Eiweiß oder Kohlenhydrate, die Energiedichte der Mahlzeiten wird durch viel Gemüse egalisiert. Netto nehme ich also genauso viel Kalorien zu mir wie bei einer herkömmlichen Kohlenhydratmast. Nur mit dem Unterschied dass ich nach 3-4 Stunden nicht wieder Hunger bekomme. Ich esse seit der Low Carb Umstellung weniger, nehme also weniger Energie zu mir. Das ist das ganze Geheimnis. Kein Zauber, keine Pille und keine Hexerei ist hier am Werk - sondern einfach ein Mix aus Fett, Eiweiß, Ballaststoffen und Gemüse.

Gewicht halten

Low Carb hilft Gewicht zu reduzieren aber es hilft auch beim Halten dessen. Den JoJo Effekt habe ich oben kurz angesprochen, den gibt es mit Low Carb nicht. Genauso wie Sie abnehmen so gut halten Sie das Gewicht auch. Das klappt aber nur wenn Sie sich an die maximale Zufuhr von 100g Kohlenhydrate am Tag halten und eigentlich weiter so machen wie bisher.

Ich habe an mir ein Phänomen beobachtet: Ich habe kontinuierlich meine Low Carb Ernährung durchgezogen und an Gewicht verloren. Irgendwann war aber Schluß und mein Gewicht pegelt seitdem zwischen 80 und 82kg. Dies ist genau mein Idealgewicht - weiß das der Körper? Kann er das natürliche Gewicht selber regulieren? Ich habe natürlich einen etwas niedrigeren Grundumsatz durch das gesunkene Gewicht, aber das macht nicht viel aus und erklärt nicht warum ich das Gewicht weder nach oben noch nach unten beeinflußen kann - zumindest nicht mit dem jetzigen, für mich idealen, Ernährungsplan. Ich werde da nicht weiter herumexperimentieren, ich vertraue meinem Körper und es gibt ja auch keinen Grund weiter abzunehmen.

2 Jahre später

Ich mache es kurz: ich wiege immernoch 82kg und ernähre mich noch immer kohlenhydratarm. Ich fühle mich immer noch in meiner damaligen Entscheidung bestätigt. Kein Buffet, kein Eisstand und auch keine Imbißbude konnte mich davon abhalten. OK, ich gebe es zu. Bei diesen Nahrungsquellen gönne ich mir ab und zu mal was. Das ist das Schöne an Low Carb: verzehre weniger Kohlenhydrate und genieße aber auch mal ein Stück Pizza oder einen Teller Nudeln zwischendurch. Mittlerweile gibt es einen Freßtag im Monat, hier drehe ich mal so richtig durch. Das baut Frust ab und verhindert den Rutsch in alte Ernährungsmuster. Denn ganz geheilt bin ich nicht von den Kohlenhydraten. Ich liebe Nudeln, Pizza und Backwaren in allen erdenklichen Formen. Die komplette Bandbreite an Kohlenhydrat-Fett-Sauereien gibt es bei mir trotzdem, nur in bedeutend geringen Mengen. Was ich Ihnen damit sagen will: Low Carb bedeutet nicht Verzicht, Low Carb gibt uns die Butter, die Eier und den leckeren Käse zurück. Low Carb leistet so viel mehr als nur Pfunde zu verlieren. Low Carb ist natürlicher, gesünder und tausendmal schmackhafter als diese öde Kohlenhydratmast.

Was ich Ihnen mit auf den Weg gebe:

Wenn Sie sich mit Ihrer jetzigen Ernährung wohl fühlen bin ich der Letzte der Sie davon abbringen will. Vielleicht konnte ich Sie aber ermuntern sich mit Low Carb genauer zu beschäftigen. Es ist nicht nur das blöde Gewicht was zählt - es ist das Leben. Und unser Leben wird nur dann erfüllt sein wenn unser Körper auch die richtige Nahrung bekommt. Probieren Sie es aus: machen Sie mal am Wochenende einen Low Carb Tag. Oder versuchen Sie zum Abendbrot auf Kohlenhydrate zu verzichten. Sie werden hier schon spüren was Low Carb leisten kann.

Auch wenn Sie selbst vielleicht keine Diät machen müssen oder wollen ist Low Carb trotzdem ein Gedanke wert. Low Carb heißt nicht zwangsläufig Diät. Sie essen "mit" dem Körper nicht "gegen" ihn.

Wenn Sie sich für Low Carb interessieren empfehle ich Ihnen das Buch "Glücklich und Schlank - die Logi Methode" von Dr. Nicolai Worm. Darin erklärt er anschaulich was Kohlenhydrate mit unserem Körper machen und wie Low Carb im Alltag aussieht. Ferner habe ich Ihnen auf den folgenden Seiten Informationen und eigene Erfahrungen niedergeschrieben die Ihnen am Anfang vielleicht helfen oder die Entscheidung abnehmen. Schlußendlich müssen Sie es aber wollen, denn Low Carb ist vordergründig keine Diät sondern eine langfristige Ernährungsform. Überschüssiges Gewicht verlieren Sie automatisch und das ohne hungern, frusten und Entbehrungen. Viel Glück!

Sektion 1: Low Carb kennenlernen

Was ist Low Carb und warum habe ich damit abgenommen?
Umstellung auf Low Carb


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