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Ketogene Diät Hier finden Sie Informationen zum Thema: Ketogene Diät. Der Artikel dient lediglich zu Ihrer Information und stellt keine Empfehlung unsererseits dar.

Ketogene Diät

Das Prinzip

Der Grundgedanke der ketogenen Diät erinnert an das Low-Carb-Prinzip, allerdings in einer sehr extremen Form. Kohlenhydrate sind nahezu komplett tabu. Dafür wird die Fettzufuhr auf bis zu 80 Prozent nach oben geschraubt.

Ziel der Ernährungsumstellung, die nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen sollte: Der Körper bezieht seine Energie nicht länger aus Zucker und schaltet auf ein Notprogramm bzw. einen sogenannten Hungerstoffwechsel um. Dabei werden Fettsäuren in der Leber zu Ketonkörpern abgebaut. Sie decken den Energiebedarf, werden allerdings nicht gespeichert, sondern ausgeschieden und sind im Urin nachweisbar. Das ist insofern von Belang, weil nur anhand der Ketonkörper eruiert werden kann, ob der Stoffwechsel sich bereits umgestellt hat und im Zustand der Ketose befindet. Es geht also darum, den Körper zu zwingen, die benötigte Energie aus Fetten zu gewinnen, indem man ihm die Kohlenhydrate entzieht.

Der Aufbau

Die ketogene Diät ist vergleichsweise kompliziert und aufwendig. Eine sachgerechte Durchführung setzt regelmäßige ärztliche Kontrollen sowie Blut- und Urin-Untersuchungen voraus. Anfangs werden der Energie- und der Proteinbedarf berechnet. Daraus ergibt sich die ketogene Ratio. Sie liegt in der Regel bei 3 – 4,5 : 1. Die erste Ziffer steht für den Gewichtsanteil, den Fett an der Ernährung haben sollte, die zweite Zahl für die Menge an Protein. Bei einer Ratio von 4:1 wären es 80 Prozent Fett und 20 Prozent Proteine. Kohlenhydrate sind nur minimal erlaubt. Ansonsten würde der Körper sofort wieder auf Zucker als Energielieferant zurückgreifen und den Zustand der Ketose beenden. Von daher ist Disziplin Grundvoraussetzung, um die Ernährung für längere Zeit oder auch dauerhaft umzustellen.

Viel Fett heißt bei der ketogenen Diät allerdings nicht, dass man jetzt nur noch Pizza und Pommes essen darf. Es geht ausschließlich um gesunde Fette. Die sind hauptsächlich in Nüssen enthalten. Erlaubt sind zudem Fleisch und Milchprodukte, gute Öle wie Raps- und Olivenöl und bis zu 500 Gramm Gemüse pro Tag. Wichtig: Auch bei diese Diätform muss auf die Kalorien geachtet werden. Je nach Konzept sind nach zwei Wochen Refeed-Tage vorgesehen. An diesen Tagen werden vornehmlich Kohlenhydrate konsumiert, um den Körper zu animieren, weiter Fett zu verbrennen.

Vor- und Nachteile

Am Erfolg der ketogenen Diät gibt es kaum Zweifel. Sie führt zur Gewichtsreduktion, wobei bis zu 90 Prozent Körperfett und nur zehn Prozent Muskelmasse verloren werden. Der Aufwand ist allerdings sehr hoch. Zudem handelt es sich um eine Mangelernährung, weil dem Körper ganz bewusst nicht alle Nahrungsbausteine zur Verfügung gestellt werden. Ohne ärztliche Begleitung und eisernen Willen ist es ohnehin sehr schwer, die Ketose über einen langen Zeitraum hinweg aufrechtzuerhalten.

An Bedeutung gewinnt diese Diätform vor allem in der Krebsforschung. Ersten Ergebnissen zufolge sind Krebszellen nicht in der Lage, Energie aus Ketonkörpern zu nutzen. Sie können sich also nicht mehr so rasant vermehren. Positive Effekte wurden auch bei der Multiplen Sklerose nachgewiesen, weil weniger freie Radikale entstehen. Sie schädigen die Nervenzellen.


Steinzeit Diät / Paleo Diät
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Kategorie: Diäten
Erscheinungsdatum: 3.02.2014


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