Stoffwechselkrankheiten

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Stoffwechselkrankheiten sind alles andere als harmlos und können sowohl für Übergewicht als auch zu anderen Symptomen führen. In aller Regel werden Stoffwechselkrankheiten oder auch Stoffwechselanomalien durch den Mangel an Enzymen verursacht. Da der Stoffwechsel aus einer Fülle an unterschiedlichen Prozessen besteht, sind auch die Krankheiten zu unterscheiden. Vereinfacht ausgedrückt, unterscheidet man zwischen Problemen mit dem Fettstoffwechsel, dem Aminosäurenstoffwechsel oder auch Stoffwechselkrankheiten, die mit dem Eiweißstoffwechsel, dem Mineralstoffwechsel oder dem Kohlenhydratstoffwechsel zusammenhängen. Entdeckt wurden Stoffwechselkrankheiten erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Archibald Garrot, einen englischen Internisten, der den Zusammenhang zwischen dem Stoffwechsel und den Enzymen im menschlichen Körper erforschte.

Welche Stoffwechselkrankheiten existieren?

Die Liste der Stoffwechselkrankheiten ist lang, wobei sich darunter auch vergleichsweise seltene Erscheinungen wie das Dorfman-Chanarin-Syndrom oder auch Morbus Conn oder das Lesch-Nyhan-Syndrom befinden. Zu den häufiger anzutreffenden Stoffwechselkrankheiten gehören die Mukoviszidose, deren Erforschung und Behandlung durch eine eigene Stiftung gefördert wird, oder auch Diabetes mellitus, Gicht und Hashimoto. Die Erscheinungsformen sind stark unterschiedlich, was dementsprechend auch für die Möglichkeiten einer Prävention bzw. Behandlung gilt.

Grundsätzlich können die meisten Stoffwechselkrankheiten tödlich verlaufen und bedürfen daher zwingend einer Behandlung. Diese kann sowohl in Form von Medikamenten als auch durch Einhalten eines speziellen Lebenswandels erfolgen.

Wie äußern sich Stoffwechselkrankheiten?

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In der Theorie wird zwischen zwei verschiedenen pathologischen Reaktionen in Folge einer Stoffwechselkrankheiten unterschieden. Vereinfacht ausgedrückt, kann die zu starke Ansammlung eines Substrats durch ein defektes Enzym zu einem Mangel eines anderen Substrats führen. Umgekehrt bewirkt ein hyperaktives Enzym aus einem Mangel an einem Substrat zu einer zu starken Ansammlung eines anderen Substrats. Wird ein Mangel diagnostiziert, kommt es naturgemäß zu Stoffwechseldefiziten, bei einer zu starken Häufung kann eine Vergiftung, eine Enzymhemmung oder auch die Anreicherung und Aktivierung alternativer Stoffwechselwege führen.

Bekannte Stoffwechselkrankheiten

Die vermutlich bekannteste und am meisten verbreitete Stoffwechselkrankheit ist Diabetes Mellitus. Bei der Krankheit, die auch als Zuckerkrankheit bekannt ist, ist die Ausscheidung von Zucker im Urin für die Namensgebung verantwortlich. Die Problematik besteht darin, dass infolge des Mangels an Insulin auch das Blut überzuckert ist. Bei Diabetes ist – vereinfacht ausgedrückt – die Glukose-Aufnahme in den Körperzellen gehemmt, sodass der Blutzuckerspiegel stark ansteigt. Unterschieden werden eine Fülle an Formen der Diabetes, die nahezu alle eine spezielle Ernährung erfordern.

Ebenfalls bekannt und überaus schmerzhaft ist Gicht. Hier lagern sich Harnsäurekristalle in den peripheren Gelenken ab und gleichzeitig werden die Nieren geschädigt. Des Weiteren sind das Hashimoto-Syndrom als eine Vorstufe zur chronischen Entzündung der Schilddrüse oder auch die schwer zu diagnostizierende Morbus Fabry als Problem in der Abspaltung von Fettsubstanzen im Körper zu nennen.

Wie lässt sich Stoffwechselkrankheiten vorbeugen?

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Das eine vorweg: viele Stoffwechselkrankheiten sind vererblich bzw. angeboren und können daher lediglich behandelt, nicht aber durch gezielte Prävention vermieden werden. In vielen Fällen existieren geeignete Medikamente, mit denen sich Abhilfe schaffen lässt, wobei deren Einnahme oftmals ein Leben lang andauert. Wer eine entsprechende genetische Prädisposition mitbringt, sollte regelmäßig seine Blutwerte untersuchen lassen. Das A und O ist stets die Prävention, denn vielfach lassen sich Stoffwechselkrankheiten im Anfangsstadium noch gut behandeln.

Zu den Ursachen von Stoffwechselkrankheiten können jedoch auch eine ungesunde und fettreiche Ernährung, erhöhter Alkoholkonsum sowie Tabak und manche Medikamente beitragen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass durch eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie gezielte und moderate Bewegung manchen Stoffwechselkrankheiten vorgebeugt werden kann.


Kategorie: Grundumsatz | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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