Glukose / Dextrose

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Man nennt ihn Glukose, Glucose oder auch Dextrose. Die Rede ist einer Zuckerart, die in der Umgangssprache auch als Traubenzucker bekannt ist. Der Name Glukose stammt dabei vom griechischen Wort für „süß“. Die Bezeichnung als Traubenzucker geht darauf zurück, dass die chemische Substanz im Jahr 1792 erstmals in Weintrauben entdeckt und vom Chemiker Johann Tobias Lowitz vom Rohrzucker unterschieden wurde. Es dauerte jedoch bis 1838 bis sich der heutige Begriff Glukose durchsetzte. Das Synonym Dextrose geht darauf zurück, dass der Einfachzucker eine Rechtsdrehung der Ebene des linear polarisierten Lichtes bewirkt und das lateinische Wort für rechts „dexter“ lautet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch die Struktur der Glukose analysiert und zudem die Verbindungen, die Glukose als Elemente von Zweifachzuckern eingeht, beschrieben.

Wie ist Glukose definiert?

Die Definition von Glukose lässt sich entweder über die chemische Formel C6 H12 O6 vornehmen oder es reicht der Hinweis, dass es sich um einen Einfachzucker handelt. Glukose findet sich vor allem in Pflanzen, die die Substanz durch Photosynthese herstellen. Zu beachten ist dabei, dass Glukose selten isoliert auftritt, sondern meist als Bestandteil von Rübenzucker, Milchzucker oder auch Stärke und Cellulose anzutreffen ist. Erst durch das Wirken von Enzymen entsteht die reine Glukose, was beim Menschen bereits während des Kauvorgangs einsetzt. Des Weiteren ist es dem menschlichen Körper sowohl möglich, Glukose in Glykogen als auch in Fructose umzuwandeln.

Ist zu viel Glukose im Blut, so wird dies als Diabetes mellitus bezeichnet. Auch der Begriff Blutzucker meint nichts anderes als den Gehalt an Glukose im Blut. Andererseits werden Tag für Tag maximal 250 Gramm Glukose in der Leber hergestellt, was unter anderem aus Lactat oder einigen Aminosäuren erfolgt.

Wie wirkt sich Glukose im menschlichen Körper aus?

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Die Besonderheit von Glukose ist die schnelle Wirkung im menschlichen Körper. Dadurch, dass es sich um einen Einfachzucker handelt, der nicht mit anderen Zuckermolekülen verbunden ist, bedarf es keiner Enzyme, um diesen aufzuspalten. Entsprechend gelangt Glukose nach der Aufnahme über die Wände des Darmes unmittelbar ins Blut und von dort in die benötigten Zellen. Es ist für diesen Vorgang allerdings das Hormon Insulin vonnöten, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Eine Ausnahme bilden die Nervenzellen sowie die roten Blutkörperchen, denen die Aufnahme von Glukose auch ohne Insulin möglich ist. Die Ermittlung des Glukose- Wertes im Blut liefert Aufschluss über das eventuelle Vorliegen einer Diabetes-Erkrankung bei zu hohen Werten bzw. Verdacht auf zu viel Insulin bzw. Bauchspeicheldrüsenkrebs bei zu geringen Werten. Zudem ist ein zu niedriger Glukose- Wert ein Hinweis auf einen überhöhten Alkoholkonsum.

Wo findet sich Glukose?

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Neben dem Vorhandensein im menschlichen Körper wird Glukose natürlich auch synthetisch hergestellt. In den meisten Fällen erfolgt dies unter Zuhilfenahme von Gentechnik und dem Einsatz bestimmter Enzyme. Ebenfalls eine Möglichkeit stellt die Hydrolyse von Stärke dar. Reine Glukose kommt vor allem in der Medizin zum Einsatz und erweist sich sowohl bei manchen Herzerkrankungen als auch bei Verdauungsbeschwerden und Erschöpfung als hilfreich. Ebenfalls ist Glukose integraler Bestandteil der künstlichen Ernährung.

In der Lebensmittel- und chemischen Industrie kommt der Einfachzucker bei der Produktion von Ascorbinsäure, Gluconsäure und bei der Herstellung von Ethanol vor. Zuletzt basieren naturgemäß auch eine Reihe von Süßwaren auf Glukose.


Kategorie: Kohlenhydrate Tabelle | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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