Eisprungrechner - alles was Sie wissen sollten

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Ein Eisprungrechner ist die einfachste Methode, um die fruchtbaren Tage einer Frau zu ermitteln. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die Bestimmung ihre Grenzen hat und das Ergebnis nicht immer zu 100 Prozent zutrifft. Hintergrund sind natürliche Schwankungen und Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus, die mit steigendem Alter zunehmen. Entsprechend sollten Sie, um auf Nummer sicher zu gehen, auch noch andere Methoden zur Ermittlung der fruchtbaren Tage in Erwägung ziehen.

Wie funktioniert ein Eisprungrechner?

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Ein Eisprungrechner setzt erst einmal einen halbwegs regelmäßigen weiblichen Zyklus voraus. Im Allgemeinen spricht man von 28 Tagen, wobei es bei mehr als der Hälfte der Frauen immer wieder zu deutlichen Abweichungen kommt. Aus diesem Grund haben die beiden Gynäkologen Kyusaku Ogino und Hermann Knaus eine Methode entwickelt, die die Aufzeichnung der Zykluslängen über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr voraussetzt. Ausgehend von den dort gewonnenen Messergebnissen, wird der erste fruchtbare Tag anhand des kürzesten Zyklus abzüglich 18 Tagen festgemacht. Der letzte fruchtbare Tag richtet sich wiederum nach dem bislang längsten gemessenen Zyklus, von dem elf Tage abgezogen werden.

Welche Vorteile liefert ein Eisprungrechner?

Diese Vorgehensweise ist als Knaus-Ogino-Methode bekannt geworden und bildet – vereinfacht ausgedrückt – auch die Basis für einen Eisprungrechner im Internet oder als App. Knaus-Ogino wurde im Jahr 1928 erstmals vorgestellt, gilt jedoch unter Aspekten der Empfängnisverhütung als überaus unsicher. So liegt der so genannte Pearl-Index, der die Wirksamkeit bemisst, bei einem Wert von 9. Zum Vergleich liegt die Antibabypille zwischen 0,1 und 0,9, das Kondom zwischen Werten von 0,6 und 12.

Ein Eisprungrechner kann dennoch gute Dienste leisten und gibt zumindest einen Hinweis auf eine erhöhte Eisprungwahrscheinlichkeit. In den so genannten Entwicklungsländern wurde durch die österreichische Ärztin Maria Hengstberger auf Basis eines Eisprungrechners sogar eine Geburtenkontrollkette konzipiert. Diese arbeitet mit 30 Perlen in unterschiedlichen Farben, anhand derer auch Frauen ohne Lesefähigkeit die fruchtbaren Tage ablesen können.

Wird der Eisprungrechner beispielsweise im Internet oder in Form einer App angeboten, so wird von einem Zyklus zwischen 21 und 35 Tagen ausgegangen. Ein interessanter Nebenaspekt ist die mögliche Bestimmung des Geschlechts eines Kindes. Haben Paare am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr, so erhöht dies die Wahrscheinlichkeit auf einen Jungen, während ein paar Tage zuvor eher ein Mädchen entsteht. Der Grund liegt darin, dass männliche Spermien schneller sind, während weibliche Spermien länger am Leben bleiben.

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Tage

Welche Alternativen zum Eisprungrechner existieren?

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Wenn Sie sich nicht allein auf den Eisprungrechner verlassen möchten, lassen sich die fruchtbaren Tage auch anhand der Messung der Körpertemperatur festlegen. Hintergrund ist das Wissen um eine Veränderung der Basaltemperatur zum Zeitpunkt des Eisprungs. Entscheidend hierfür ist jedoch, dass die Körpertemperatur täglich zum selben Zeitpunkt gemessen und aufgezeichnet wird und zudem externe Faktoren weitgehend ausgeschlossen werden.

Alternativ eignet sich auch eine Untersuchung des Zervixschleims, der im Bereich des Gebärmutterhalses entnommen werden kann. Hier wird davon ausgegangen, dass eine eiweißartige Konsistenz und die so genannte „Spinnbarkeit“ ein Indikator für Fruchtbarkeit sind. Zuguterletzt empfinden manche Frauen zum Zeitpunkt des Eisprungs den Mittelschmerz, womit es sich ebenfalls um eine Ergänzung zu einem Eisprungrechner handeln kann.


Kategorie: Eisprung | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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