Schmerzen beim Eisprung

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Eisprung Schmerzen kommen bei rund der Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter vor und sind ein Zeichen für Fruchtbarkeit. In medizinischer Hinsicht spricht man vom so genannten Mittelschmerz, da dieser in der Mitte des weiblichen Zyklus auftritt. Der Begriff ist in dieser Form auch international geläufig. Eisprung Schmerzen können sich in unterschiedlicher Weise und Intensität äußern. Tritt der Schmerz immer auf dieselbe Weise auf, so ist nicht jedes Mal eine ärztliche Untersuchung erforderlich. Andererseits sollte jedoch ausgeschlossen werden, dass es sich bei den Schmerzen nicht um Symptome einer Blinddarm- oder Eileiterentzündung, Probleme im Darmbereich wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa oder eine andere Erkrankung, etwa im Magen- oder Gallenbereich handelt.clearboth%

Wie äußern sich die Eisprung Schmerzen?

Treten beim Eisprung Schmerzen auf, so können sich diese auf unterschiedliche Weise äußern. Das zeigt sich bereits bei der Dauer, die zwischen wenigen Minuten und mehreren Tagen schwankt. Darüber hinaus ist der Schmerz nicht immer voraussagbar, d.h. bei manchen Frauen kommt er mal vor, mal nicht. Ein entscheidender Unterschied zu den Regelschmerzen ist die Beschränkung auf eine Seite. Hintergrund ist dabei, dass auch der Eisprung nur auf einer Seite der Eierstöcke erfolgt. Der Mittelschmerz tritt meist im Unterbauch auf und kann zudem mit schmerzempfindlichen Brüsten einhergehen. Weitere Symptome sind leichte Blutungen, Übelkeit und allgemeines Unwohlsein sowie in einigen Fällen auch Rückenschmerzen.

Ein weiterer Aspekt, der die Eisprung Schmerzen kennzeichnet, sind die unterschiedlichen Ursachen. So ist durchaus möglich, dass erst der Schmerz einsetzt, bevor es zum Eisprung kommt oder aber die Flüssigkeit des Follikels die Ursache darstellt und die Eisprung Schmerzen daher nachgelagert sind.

Seit wann werden Eisprung Schmerzen beschrieben?

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Ein interessanter Aspekt der Eisprung Schmerzen ist die Tatsache, dass es sich in medizinischer Hinsicht um ein relativ junges Phänomen handelt. Erstmals beschrieben wurden die Schmerzen in der Mitte des Zyklus im Jahr 1872 durch den britischen Arzt Sir William Priestley, nach anderer Theorie bereits 1847. Seitdem existieren verschiedene Ansätze, um die Ursachen zu erklären, die nur teilweise als wissenschaftlich bewiesen gelten.

Welche Ursachen haben die Eisprungschmerzen?

Die Ursachen für die Schmerzen beim Eisprung können unterschiedlich sein. Zu beachten ist dabei, dass es sich vielfach lediglich um medizinische Theorien handelt, die bislang noch auf einen empirischen Beweis warten. Eine Variante besteht in der Erklärung aus dem Eisprung selbst. Dadurch, dass das Ei mit ziemlichem Druck aus seiner Begleitzelle katapultiert wird, wird das darum liegende Gewebe gereizt. Mediziner sprechen hier von einer erhöhten Kapselspannung.

Eine andere Erklärung geht davon aus, dass die Eisprung Schmerzen in einer Bauchfellreizung bestehen. Beim Eisprung schwillt der Follikel auf bis zu 25 Millimeter an. Nach dem Platzen des Follikels kann sich Blut oder Gewebeflüssigkeit auf das Bauchfell auswirken. Ebenfalls denkbar ist eine Reizung der Muskulatur, die so etwas wie Testläufe für den Transport der Spermien zur Eizelle vornimmt. Zuletzt existiert die Hypothese, dass das Anschwelllen der Eileiter der Auslöser für den Mittelschmerz ist. Die Schmerzen beschränken sich übrigens nicht immer auf den Unterleib, sondern können auch in Form von Spannungen in den Brüsten auftreten. Auch hier existiert noch keine gesicherte medizinische Erklärung, sodass meist von einem schmerzhaften Wachstum des Milchdrüsengewebes ausgegangen wird.

Was kann ich gegen Schmerzen beim Eisprung unternehmen?

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Schmerzen beim Eisprung sind nicht gefährlich und bedürfen nach einmal gestellter Diagnose keinerlei medizinischer Behandlung. In den meisten Fällen ist der Schmerz nach einigen Stunden, schlimmstenfalls wenigen Tagen, wieder vorüber. Dennoch existieren einige Hausmittel, die für Linderung sorgen. An erster Stelle steht dabei Wärme. Nutzen Sie eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Dinkelkissen und versuchen Sie sich zu entspannen. Das kann auch bei einem heißen Bad erfolgen, bei dem sich besonders krampflösende ätherische Öle wie Melisse, Wacholder oder Lavendel bewährt haben.

Ebenfalls denkbar ist das Verabreichen einer sanften Massage oder die Gabe von Vitex agnus-castus alias Mönchspfeffer. Weitere pflanzliche Mittel sind Frauenmantel, Schafgarbe oder Hamamelis virginica und grundsätzlich ist auch nichts gegen die Einnahme von Magnesium zur Linderung der Krämpfe einzuwenden. Wenn die Schmerzen allerdings mit Erbrechen, Schwindel oder auch Blutungen einhergehen, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.


Kategorie: Eisprung | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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