Eisprung & Fruchtbarkeit

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Der Eisprung signalisiert die Fruchtbarkeit der Frau. Mit anderen Worten ist eine Schwangerschaft nur dann möglich, wenn zuvor ein Eisprung stattgefunden hat. Aus diesem Grund dienen Eisprungkalender und Eisprungrechner dem Zweck, den Zeitpunkt für den Eisprung und damit die Tage der Fruchtbarkeit möglichst exakt zu bestimmen. Diese Genauigkeit ist auch deshalb erforderlich, weil die Fruchtbarkeit der Eizelle lediglich für einen Zeitraum von zwölf, maximal 24 Stunden gegeben ist. Glücklicherweise überleben die Spermien bis zu 72 Stunden im Eileiter der Frau, sodass in der Summe rund sechs fruchtbare Tage pro Zyklus bleiben.

Wie hängen Eisprung und Fruchtbarkeit zusammen?

Beim Eisprung löst sich ein gereiftes Ei aus einem Eierstock und wandert in den Eileiter. Der Begriff „Sprung“ markiert, dass sich die Eizelle mit ein wenig Druck löst und dieser Prozess naturgemäß nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die Fruchtbarkeit oder besser gesagt: die fruchtbaren Tage sind dann gegeben, wenn sich die gereifte Eizelle im Eileiter befindet. Trifft sie dort auf eine Spermazelle, so dringt diese im Idealfall in die Zelle ein und verschmilzt mit deren Kern. Es beginnt sodann die Zellteilung und die befruchtete Eizelle bewegt sich in Richtung Gebärmutter. Sobald sich nach einigen Tagen das humane Choriongonadotropin (hCG) gebildet hat und im Urin der Frau nachgewiesen werden kann, liegt eine Schwangerschaft vor.

Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass der Begriff Fruchtbarkeit oder Fertilität im weiteren Sinne lediglich die grundsätzliche Fähigkeit zur Fortpflanzung meint. Anders formuliert, ist Fruchtbarkeit immer dann gegeben, wenn es überhaupt zu einem Eisprung kommt. Umgangssprachlich werden jedoch auch die fruchtbaren Tage als Phase der Fruchtbarkeit bezeichnet.

Wie lassen sich Eisprung und Fruchtbarkeit erkennen?

Eisprung Rechner und Artikel
Den Eisprung sicher erkennen können Sie mit verschiedenen Methoden. Da sind zum einen Eisprungkalender oder Eisprungrechner, die jedoch einen möglichst regelmäßigen Zyklus voraussetzen. Im Allgemeinen kommt hier die Methode der beiden Gynäkologen Knaus und Ogino zum Einsatz, die den ersten Tag der Fruchtbarkeit mit dem kürzesten bisherigen Zyklus abzüglich 18 Tagen ansetzen. Der letzte Tag, an dem eine Schwangerschaft eintreten kann richtet sich nach dem längsten Zyklus, von dem elf Tage abgezogen werden.

Weitere Methoden, um die Fruchtbarkeit zu erkennen?

Leider ist die Knaus-Ogino-Methode nur teilweise sicher und sollte durch andere Herangehensweisen ergänzt werden. Eine Möglichkeit ist beispielsweise die Beobachtung des Zervixschleimes. Dieser Schleim bildet sich rund um den Gebärmutterhals und lässt sich mit etwas Toilettenpapier leicht entnehmen. Wird hier eine Veränderung in Richtung von mehr Durchsichtigkeit und Dünnflüssigkeit bemerkt, so ist die Fruchtbarkeit gegeben. Ein weiterer Indikator ist der Vergleich mit flüssigem Eiweiß und die Möglichkeit, den Zervixschleim in Fäden von mehreren Zentimetern Länge zu ziehen, ohne dass dieser dabei reißt.

Ebenfalls ein probates Mittel, um den Termin von Eisprung und Fruchtbarkeit festzustellen, ist das Arbeiten mit einem Ovulationstest. Hier wird anhand des Urins das Vorhandensein von luteinisierendem Hormon (LH) und Östrogen untersucht, wobei es sich um eine recht genaue aber auch kostenintensive Methode handelt. Ebenfalls gangbar ist die regelmäßige Messung der basalen Körpertemperatur, das Achten auf den Mittelschmerz oder die Untersuchung des Speichels unter einem Mikroskop. Vielfach kann sich aber auch die Kombination aus einzelnen Methoden als hilfreich erweisen.

Lassen sich Eisprung und Fruchtbarkeit beeinflussen?

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Grundsätzlich lässt sich die Fruchtbarkeit sowohl bei der Frau als auch beim Mann beeinflussen. An vorderer Stelle steht ein gesunder Lebenswandel und das Vermeiden von Nikotin und zu viel Alkohol. Mediziner gehen derzeit davon aus, dass ein zu hoher Alkoholkonsum Störungen beim Eisprung hervorruft und damit die Fruchtbarkeit reduziert. Des Weiteren sollten sich Frauen auf das Bakterium „Chlamydia trachomatis“ untersuchen lassen, das sich bei Nichtbehandlung ebenfalls negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken kann. Eine gesunde Ernährung versteht sich von selbst und auch die zusätzliche Einnahme von Folsäure kann in manchen Fällen anzuraten sein.

In einigen Situationen wird der Eisprung auch durch eine Hormontherapie stimuliert. Hierzu ist jedoch zu bemerken, dass auch Risiken existieren und daher ein umfassendes ärztliches Beratungsgespräch vorangehen sollte. In manchen Fällen lassen sich Eisprung und Fruchtbarkeit auch schon durch pflanzliche Präparate wie Frauenkraut, Beifuß, Mönchspfeffer oder Himbeerblätter positiv beeinflussen. Zuguterletzt existieren eine Fülle von Ratgebern, in denen bestimmte Speisen empfohlen oder von diesen abgeraten wird. Hier gilt allerdings, dass nicht jede Theorie wissenschaftlich zu belegen ist, weshalb Sie genau hinschauen sollten.

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Kategorie: Eisprung | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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