Eisprung berechnen

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Schwanger werden, ist nicht immer einfach. Paare mit Kinderwunsch sollten möglichst in jedem Zyklus genau den Eisprung berechnen, um das Zeitfenster für die Einnistung nicht zu verpassen. Grundsätzlich gilt, dass der Eisprung lediglich über 24 Stunden andauert. Mit anderen Worten kann die Eizelle auch nur in dieser Zeit befruchtet werden. Glücklicherweise haben die Spermien eine Lebensdauer von rund fünf Tagen, sodass sich theoretisch ein Zeitfenster von sechs Tagen für das Schwanger-werden ergibt. Wenn Sie jedoch im Vorfeld exakt den Eisprung berechnen, lässt sich der Geschlechtsverkehr optimal planen und die Chancen auf Schwangerschaft steigen.

Wie kann ich den Eisprung berechnen?

Das eine vorweg: eine exakte Berechnung des Eisprungs ist naturgemäß nicht möglich. Sie sind jedoch durchaus in der Lage, das Zeitfenster einzugrenzen. Verantwortlich für die Genauigkeit, ist die Regelmäßigkeit Ihres Zyklus. Dauert dieser stets exakt 28 Tage, so lässt sich vereinfacht von einem Eisprung am 14. Tag des Menstruationszyklus ausgehen. Eine andere Faustformel stammt von den beiden Gynäkologen Knaus und Ogino und ist als Knaus-Ogino-Verhütungsmethode bekannt geworden. Hier wird auch unterschiedlichen Zykluslängen Rechnung getragen, sofern Aufzeichnungen über die letzten zwölf Monate vorliegen. Gemäß Knaus und Ogino errechnet sich der erste fruchtbare Tag anhand des kürzesten gemessenen Zyklus abzüglich 18 Tage und der letzte fruchtbare Tag anhand des längsten bisherigen Zyklus minus elf Tagen. Dass diese Methode lediglich einen annähernden Wert ergibt, versteht sich von selbst.

Wenn Sie Ihren Eisprung berechnen, kommen letztlich dieselben Informationen zum Tragen und auch die Formel unterscheidet sich nicht signifikant von Knaus und Ogino. Zum Glück existieren aber noch einige andere Indikatoren, anhand derer sich der Eisprung ermitteln lässt.

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Was kann ich außer dem Eisprung berechnen tun?

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Wenn Sie Ihren Eisprung berechnen ist das bereits ein guter Schritt in Richtung einer gewollten Schwangerschaft. Als Verhütungsmethode hat sich das Schauen auf den Kalender nicht bewährt, weswegen Sie in diesem Bereich auf alternative Methoden zurückgreifen sollten. Je nach Körper existieren noch eine Reihe von Symptomen, die einen Eisprung anzeigen. So verflüssigt sich beispielsweise der Zervixschleim, der rund um den Muttermund entnommen werden kann. In manchen Fällen ist hier auch eine Rotfärbung festzustellen, sodass man von einer Ovulationsblutung spricht. Auch wird der Muttermund weich und öffnet sich, was mit ein wenig Übung problemlos ertastet werden kann.

Methoden zur Ermittlung des Eisprungs

Weitere Methoden bestehen im Achten auf den so genannten Mittelschmerz. Manche Frauen spüren vor dem Eisprung ein Ziehen im Unterleib, das sich lediglich auf einer Seite zeigt. Die Schmerzen werden durch das Wachsen des Follikels hervorgerufen und sind ein sicheres Anzeichen für den Eisprung. Natürlich spielt auch die Basaltemperatur eine Rolle, die täglich unmittelbar nach Aufstehen gemessen wird. Hier ist es allerdings so, dass die Körpertemperatur erst nach dem Eisprung ansteigt, sodass Sie lediglich erfahren, dass ein solcher stattgefunden hat.

Weitere Möglichkeiten

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Noch sicherer sind die genuin medizinischen Methoden wie zum Beispiel der LH- oder Ovulationstest. Hier wird ein gestiegener LH-Pegel nachgewiesen, was auf das Bevorstehen des Eisprungs innerhalb der nächsten 24 bis 36 Stunden hindeutet. Das luteinisierende Hormon oder LH-Hormon ist allerdings kein Garant dafür, dass das Ei tatsächlich springt. Gemessen wird im Urin, wobei die entsprechenden Messsets inklusive Messstreifen in der Apotheke angeboten werden.

Einem ähnlichen Prinzip folgen auch die beliebten Zykluscomputer. Die kleinen Helfer lassen sich bequem in einer Handtasche verstauen und arbeiten sowohl mit der Messung des LH- und E3G-Hormons als auch mit der Temperaturmessmethode. Beachten Sie jedoch, dass die Geräte meist einige hundert Euro kosten und zudem noch jeden Monat ein Betrag von rund 30 Euro zu Buche schlägt. Entsprechend kann es sich lohnen, wenn Sie selbst Ihren Eisprung berechnen und dies eventuell mit anderen Methoden kombinieren.


Kategorie: Eisprung | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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