Eisprung & Befruchtung

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Eisprung und Befruchtung hängen eng miteinander zusammen. Vereinfacht ausgedrückt, kann die Befruchtung nur innerhalb von 24 Stunden nach einem Eisprung stattfinden. Entsprechend existieren verschiedene Methoden, um den genauen Zeitpunkt für den Eisprung zu ermitteln und die Befruchtung regelrecht zu planen. Ein Eisprungrechner oder Eisprungkalender gibt beispielsweise Aufschluss über den Termin für einen Eisprung, kann dabei aber noch durch andere Methoden wie die Untersuchung des Zervixschleims oder die Messung der Körpertemperatur unterstützt werden. Die Befruchtung markiert wiederum den Moment, in dem die Spermazelle in die Eizelle eindringt und beide verschmelzen: die Zellteilung beginnt und nach und nach wächst neues Leben heran.

Welche Rolle spielt der Eisprung?

Als Eisprung wird der Moment bezeichnet, in dem eine gereifte Eizelle mitsamt des umhüllenden Follikels aus dem Eileiter freigesetzt wird. In der Folge wandert die Eizelle und gelangt schließlich in den Eileiter. Hier entscheidet sich, ob es zur Befruchtung kommt oder nicht, wobei eine Fülle von Faktoren ausschlaggebend sind. Zunächst einmal müssen sich Spermazellen im Eileiter befinden, die zudem noch lebendig und aktiv sind. Man geht hier von einer Lebensdauer von rund drei bis fünf Tagen aus, sodass möglichst innerhalb dieses Zeitraums vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr stattfinden sollte. Die Eizelle hat nach dem Eisprung nur zwölf Stunden bis einen Tag Zeit, um befruchtet zu werden. Es bedarf also eines genauen Timings, um eine Befruchtung und damit eine Schwangerschaft zu planen.

Anzeichen für den Eisprung sind unter anderem Spannungsgefühl in der Brust, einseitige Schmerzen im Unterleib oder auch eine Veränderung der Libido. Darüber hinaus verändern sich der Zervixschleim und die Körpertemperatur. Ein Eisprungkalender kann dabei gute Dienste leisten, setzt jedoch einen sehr regelmäßigen Zyklus voraus.

Was geschieht bei der Befruchtung?

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Die Befruchtung – oder in der medizinischen Sprache „ die Konzeption“ – ist der Moment, in dem Spermazelle und Eizelle miteinander verschmelzen. Voraussetzung ist eine ausreichende Beweglichkeit der Spermien, die überhaupt erst in den Eileiter gelangen müssen. Darüber hinaus muss die Hülle der Eizelle durchbohrt werden, was auch nicht immer gelingt. Erst, wenn die Spermazelle im Zellplasma und damit im Kern der Eizelle angelangt ist, kommt es zur Befruchtung. Interessanterweise liegen bereits zu diesem Zeitpunkt sämtliche Erbinformationen vor, d.h. Geschlecht, Haarfarbe, Augenfarbe, Blutgruppe des Kindes stehen schon fest.

Was passiert nach Eisprung und Befruchtung?

Nach erfolgter Befruchtung verändert sich die chemische Konsistenz der Eizelle. Hintergrund ist die Abwehr weiterer Spermazellen. Die neue, nun vereinte, Zelle bleibt nur noch wenige Tage im Eileiter und teilt sich im Intervall von wenigen Stunden. Im Stadium von etwas zwölf bis 16 Zellen setzt die Wanderung in die Gebärmutter ein, die sich ihrerseits durch die Wirkung der Hormone Östrogen und Progesteron vorbereitet hat. Auch hier kommt es wieder zu einer Zellteilung, wobei einige Zellen aus der Hülle der Eizelle die Plazenta bzw. den Mutterkuchen bilden. Hintergrund ist die Versorgung des Embryos mit Nährstoffen, die über den Organismus der Mutter erfolgt. Die übrig gebliebenen Zellen verlassen nun die Eihülle und wandern zur Gebärmutterschleimhaut. Diese Phase wird auch Einnistung oder Nidation genannt und bewirkt die Ausschüttung von Hormonen. Wird das Hormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) im Blut oder Urin der Frau nachgewiesen, kann sicher von einer Schwangerschaft ausgegangen werden. In der Regel geschieht dies bereits sechs bis zehn Tage nach der erfolgreichen Befruchtung.

Lassen sich Eisprung und Befruchtung beeinflussen?

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Im Falle eines unerwünschten Kinderwunsches lassen sich sowohl der Termin des Eisprungs als auch die Befruchtung medizinisch beeinflussen. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass manche der Eingriffe mit Risiken einhergehen. Oftmals sind die männlichen Spermien dafür verantwortlich, dass es nicht mit der Schwangerschaft klappt. In diesem Fall lässt sich durch Nahrungsmittelergänzungen Abhilfe schaffen. Sollte dies nicht helfen, ist an eine künstliche Befruchtung, die so genannte In-vitro-Fertisilation zu denken, bei der die Spermazelle in einem Reagenzglas mit der Eizelle vereint und daraufhin in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt wird.

Alternativ lässt sich die Befruchtung aber auch zum Zeitpunkt des Eisprungs durch Insemination vollziehen. Hier ist dann nicht von einer künstlichen Befruchtung die Rede, da das Sperma lediglich bis in den Eileiter transportiert wird und die Spermazelle dort auf dem natürlichen Weg in die Eizelle eindringt.


Kategorie: Eisprung | Erscheinungsdatum: | Autor: Textfisch -


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